Beatsteaks (2014) - ein Review von the vampire of time

Beatsteaks: Beatsteaks - Cover
1
Review
14
Ratings
8.50
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Rock


03.08.2014 17:12

Ehrlich: nach "Boombox" hatte ich keine zu hohen Erwartungen an dieses Album. Obwohl zwar auch ein paar gute Stücke dabei sind, ist es mir immer mit fahlem Beigeschmack als Pop-Album der Beatsteaks im Hinterkopf geblieben. Da meine geringen Erwartungen allerdings weit übertroffen wurden, widme ich diesem Album mein erstes Review.
Als es am 1. August ankam und ich nach Begutachtung der schön gestalteten Box die CD einlegte, war ich unglaublich überrascht! Mit "A Real Paradise" eröffnet ein gutes, punkiges Stück mit treibendem Rhythmus das Album. Das ging unverhofft so weiter über "DNA" (das ja schon vorher zum Download angeboten wurde) und "Be Smart and Breathe" bis zu "Make a Wish", einem ruhigen, atmosphärischen Lied, das mich zuerst nicht wirklich überzeugt hat, aber nach mehrmaligem Hören doch gefällt.
"Everything Went Black" geht fast in Richtung HipHop à la "Cheap Comments", ist aber doch deutlich melodiöser, während "Up on the Roof" mit schnellem Rhythmus, sehr präsenter Bass-Line und Falsett-Gesang recht düster daherkommt. Doch mein absolutes Lieblingslied auf dem Album ist "Pass the Message". Ich kann mir vorstellen, dass es mit Reggae-Offbeat und generell positiv-poppiger Melodie nicht bei jedem Beatsteaks-Fan gut ankommt, doch ich war von Anfang an hin und weg wegen eines unglaublichen Tonartwechsels im Refrain! Beim ersten Hören konnte ich nicht im geringsten erahnen, wo denn jetzt die Melodie hingeht. Die erste Single "Gentleman of the Year" wird auch mit jedem Mal hören besser und gefällt mir persönlich sehr gut, auch wenn ich viel schlechte Kritik darüber gelesen habe.
Erst Titel 9, "Wicked Witch", und Titel 11, "I Never Was", fallen als sehr mittelmäßige Stücke aus dem Rahmen. "Wicked Witch" gefällt mir streckenweise (im Refrain), während "I Never Was" nicht unbedingt schlecht, sondern einfach nur langweilig ist.
Die einzige wirklich Enttäuschung auf dem Album ist "Creep Magnet". Die entsprechende Demo, die der Box beigelegt ist, klingt definitiv nach Country. Zum Glück ist das fertige Lied dann wenigstens noch etwas besser als die Demo.
Apropos Demos: Bis auf "Wicked Witch" gibt es zu jedem Lied eine Demoversion auf einer der Extra-CDs in der Box. Teils sind das noch instrumentale Versionen, teilweise haben sie einen leicht oder komplett verschiedenen Text. Besonders gefallen mir die "Make a Wish" und "Gentleman of the Year" Demos. Vor dem ersten Lied gibt es außerdem den "Drum Soundcheck" und am Ende der CD einen Hidden Track, bei dem auf die Melodie von "Ohne Dich" der Münchener Freiheit ein anderer Text ("Ich bin nicht Teil der Crew") gesungen wurde.

Anspieltipps: Be Smart and Breathe, Everything Went Black, Up on the Roof, Pass the Message

Punkte: 9.5 / 10


Beatsteaks: Beatsteaks

Audio CD

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Tracklist:

  1. A Real Paradise
  2. DNA
  3. Be Smart And Breathe
  4. Make A Wish
  5. Everything Went Black
  6. Up On The Roof
  7. Pass The Message
  8. Gentleman Of The Year
  9. Wicked Witch
  10. Creep Magnet
  11. I Never Was

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