Back To The Front (2014) - ein Review von Entombed

Entombed A.D.: Back To The Front - Cover
1
Review
8
Ratings
8.00
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Death Metal


Entombed Avatar
27.09.2014 17:44

Ach Mensch, was hab ich mich auf dieses Album gefreut. Prinzipiell kann ich jeder Entombed - Phase etwas abgewinnen, auch wenn nach Serpent Saints (2007) die Luft schon endgültig raus zu sein schien, hab ich die Band nie aufgegeben. Live haben sie mir immer Spaß gemacht und die Szene-Originale Petrov und Hellid waren für mich immer schon Grund genug die Band zu feiern. Nun denn, nach all dem albernen Hickhack im Vorfeld dieser Veröffentlichung und dem Bruch zwischen oben genannten Protagonisten waren meine Erwartungen nicht mehr allzu hoch und wurden leider erfüllt. Auch wenn hier nun der Bandname um ein A.D. erweitert und das Logo abgeändert wurde, steht diese Veröffentlichung klar als Fortsetzung und in der Tradition der schwedischen Death `n`Roll Götter und kann diesen leider nicht gerecht werden.
Mit Kill To Live gehts ganz gut los, der Song atmet als einziges noch so etwas wie den alten Entombed Spirit und hätte sich mit seinen "Grusel-Vibes" und den wirklich gefälligen, Entombed-typischen Leads, auch ganz gut auf Wolverine Blues oder To Ride,.. gemacht. Die wuchtige Up-Tempo Nummer Pandemic Rage ist noch ein Lichtblick und geht gut ab und vor allem ins Ohr. Ansonsten rumpelt die Scheibe weitesgehend höhepunktlos vor sich hin. Hier und da mal ein cooles Riff oder ein fetter Groove, in der Summe aber einfach zu wenig, die Songs geben es einfach nicht her. Die Solis sind meist belanglos und auch LG`s Performance klingt eher gelangweilt. Der Sound geht in Ordnung, geht aber sicherlich auch besser. Reist hier eh nix rum. Völlig überflüssige Nummern wie Digitus Medius, Vulture and the Traitor oder das wirklich schlechte The Underminer (sollen das Blast Beats sein ?!) ringen selbst einem Entombed-Maniac wie mir einfach nur ein Kopfschütteln ab. Für die Großtaten in der Entombed-Discographie waren nun mal Nicke, Uffe und Alex verantwortlich und von diesen ist nun mal keiner mehr dabei. Schade Jungs, das war wohl nix ! Und warum sich Entombed nach ihrer wirklich großen Vergangenheit ein so entwürdigendes Business-Affentheater (siehe Queensryche) antun müssen, wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben. Es wäre wohl besser gewesen, es wie Dismember oder Gorefest zu halten und die Sache sauber zu beenden, dann müssten sie heute wenigstens nicht im Vorprogramm von Deicide spielen...
5 Punkte von mir für 2-3 griffige Songs, weil ich die Band immernoch liebe und LG einfach eine der coolsten Säue im Circus ist.

Punkte: 5 / 10


Entombed A.D.: Back To The Front

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Tracklist:

  1. Kill To Live
  2. Bedlam Attack
  3. Pandemic Rage
  4. Second To None
  5. Bait And Bleed
  6. Waiting For Death
  7. Eternal Woe
  8. Digitus Medius
  9. Vulture And The Traitor
  10. The Underminer
  11. Soldier Of No Fortune
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