Left In The Dark (2014) - ein Review von Xeledon

Tarja: Left In The Dark - Cover
1
Review
3
Ratings
8.00
∅-Bewertung
Typ: Compilation/Best-Of
Genre(s): Metal Symphonic Metal
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Xeledon Avatar
07.08.2014 09:47

"Left In The Dark" ist eines jener Alben, die im Grunde kein Mensch wirklich brauchen dürfte. Und dennoch dürften sich viele Fans der ehemaligen NIGHTWISH-Frontlady Tarja Turunen darüber freuen, dass die Scheibe nun nicht mehr nur in Kombination mit einem Ticket für die aktuelle Tour der Finnin, sondern auch einzeln erworben werden kann.

Es ist kein Zufall, dass die Tracklist praktisch identisch mit der des letzten TARJA-Albums "Colours In The Dark" ist, denn im Kern präsentiert uns "Left In The Dark" die zugehörigen Demo-Versionen. Diese bewegen sich auf einem qualitativ ähnlich hohen Niveau wie die fertigen Albumfassungen und echte Unterschiede muss man in den meisten Fällen mit der Lupe suchen. Das unterstreicht den Special-Interest-Charakter der Scheibe und setzt ein gewisses Maß an Begeisterung für "Colours In The Dark" voraus, um sich an den kleinen Unterschieden erfreuen und den Silberling angemessen würdigen zu können.

Am interessantesten sind jedoch die Stücke, die über das reine Demo-Konzept hinausgehen. So wurden "500 Letters" und "Until Silence" ursprünglich für den argentinischen Radiosender Vorterix in ein Akustik-Gewand gehüllt und live eingespielt. Beide Song, die TARJA persönlich neben dem Gesang auch am Piano zeigen, bekommen so noch einmal einen ganz neuen Touch. Ebenfalls spannend ist "Into The Sun", das auf der Tracklist den Platz des Peter-Gabriel-Covers "Darkness" einnimmt. Das Stück kennt man bereits von der ersten TARJA-live-DVD "Act I", liegt hier aber erstmals in einer Studio-Version vor.

Verpackt ist die Scheibe in ein hübsch gestaltetes Digi-Pack, dessen Cover und Booklet von gelungenen Fan-Variationen der "Colours In The Dark"-Motive geziert werden. Dazu gibt es dann auch zu jedem Song Liner-Notes von TARJA, die aber für meinen Geschmack etwas arg kurz geraten sind. Man erfährt zwar einzelne Details zur Entstehung der Songs oder ihren speziellen Versionen, für eine tiefergehende Auseinandersetzung mit den Stücken reicht eine Handvoll Zeilen jedoch einfach nicht aus.

(http://www.metal.de/heavy-metal/review/tarja/58392-left-in-the-dark/)

Punkte: 7 / 10


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