BABYMETAL (2014) - ein Review von iwill zähnchen

Babymetal: BABYMETAL - Cover
1
Review
12
Ratings
5.96
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Crossover


iwill zähnchen Avatar
05.01.2016 10:53

In der Redaktion gab es neulich eine Diskussion über diese Art der Soundcollage, die in einen leichten Disput über japanischen Metal gipfelte. Viele kommen mit dem Gesang, insbesondere wenn er in der Landessprache gehalten wird, überhaupt nicht klar.
Irgendwo verständlich, doch meine Wenigkeit ist da toleranter. Im Land der aufgehenden Sonne gibt es viele tolle Bands zu entdecken, nicht nur im traditionellen Metal, auch Death und Black Metal aus Japan anzuchecken lohnt sich!
Also habe ich mich freiwillig für Babymetal gemeldet, ein folgenschwerer Fehler, denn ich bin ziemlich sauer!

Die aus dem Popcastingproject Idol entstandene Krankheit soll machen was sie will, aber solchen Mist in Verbindung mit meiner Lebenseinstellung zu bringen, erweckt in mir den Wunsch an ein zweites Hiroshima. Na gut, mit einer weiteren Bombe auf Nagasaki würde ich mich auch zufrieden geben, da zumindest der durschnittliche Melodic Metal Song Akatsuki nach diversen tonalen Exkrementen den Anschein erweckt, Herr Gakuin hätte Ahnung von guter Musik. Das bekommen Bands wie Donnerschlag in schöner Unregelmäßigkeit aber authentischer und besser hin! Soweit, so sachlich (wie möglich), kommen wir zu den Höreindrücken von Babymetal, die ich so seriös wie diese Vergewaltigung der Sinne halten möchte:

Das geistige Fundament ist zwar schon versumpft, das musikalische allerdings noch erkennbar:
Industrial Metal, der in etwa so aktuell ist wie Obsolete von Fear Factory, elektronische Spielerein auf Kleinkinder-Niveau, die irgendwo zwischen Scooter, Marusha und Blümchen zu verorten sind sowie Synthie Pop Anleihen düsterer Machart vom billigen Keyboard. Soweit, so schlecht, die Mischung an sich lässt tolerante Menschen zwar auf-, doch das kompositorische Niveau eher weghorchen. Hier werden Metalparts intoniert, die einfach nur so dreist 08/15 sind, das man am liebsten besagtes Gewehr greifen möchte. Die Euro Dance Parts werde ich in Verbindung mit den Begriffen “Niveau” und “Anspruch” erst garnicht mehr erwähnen, und so schlecht wie hier die dunklen (noch dreister geklauten) Parts dargeboten werden, haben die von mir gehassten Agonoize und Depeche Mode mein Mitgefühl!

Gesungen wird von jungen, minderjährigen Mädels, die sich im Mangastil und mit niedlicher Stimme in den Mittelpunkt stellen. Hat was von den Teletubbies auf Drogen, klingt kacke und setzt dem ganzen die Krone auf!
Minderjährige unter Drogen setzen und zu Straftaten anzustiften ist hier verboten, in Japan anscheinend nicht! An sich habe ich eigentlich nichts gegen Castingbands, Sonic Syndicate zum Beispiel attestiere ich nur zu gern musikalisch hochwertige Qualität und Daseinsberechtigung.
Bei diesem Stercus hier ist es mir spätestens nach line! eigentlich schon mit der Anwendung des lateinischen Begriffes von Scheiße zu viel getan! Ein Foedissima ist auch der Sound, der Drumcomputer klingt steriler als bei Fear Factory und auch der Gitarrensound lässt berechtigte Zweifel zurück, ob überhaupt ein Musiker ein Studio von innen gesehen hat.

Mich wundert es, wenn ich vom Axel Springer Verlag und anderen Meinungsmachern lesen muss, das dieser Sondermüll ganz toll ist! Ein Grund, mal persönlich zu werden, denn diese Katastrophe atomaren Ausmaßes ist eine Beleidigung an den Verstand, eine Kriegserklärung an jeden Metaller, und zwar JEDEN, egal ob True oder Core:
Für wie blöd haltet ihr die Metalgemeinde? Glaubt Ihr arroganten Allesfresser wirklich, das sich ein Metalfan diesen Mist antut, nur weil ihr sagt es sei gut? Seht Ihr nur einen dummen Konsumenten, oder noch den Fan der eine Orientierung im Veröffentlichunsdschungel sucht? Wann habt Ihr Lackaffen eigentlich aufgehört Metalfans zu sein und im Sinne der Industrie jeden Rotz schön zu schreiben? Schämt Euch!!!
Stellvertretend für die oberen Zeilen erwähne ich mal noch spaßeshalber die Industrial Hip Hop Metal Kloake Onedari Daisakusen, den Dünnpfiff Doki Doki Morning und den Ausfluss Give Me Chocolate!!!. Tracks, die den Metalfestivaltouries empfohlen seien, denn solche Teletubbiezurückwinker sind ja eh nur auf feiern aus und nicht auf Musik und Lifestyle!

PS: Das Minus vor der Note ist kein Fehler.

Originalreview erschienen auf metalunderground.at: http://www.metalunderground.at/cd-berichte/babymetal-babymetal

PPS: der halbe Punkt ist dem Benotungsnotungssystem geschuldet

Punkte: 0.5 / 10


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Tracklist:

  1. BABYMETAL DEATH
  2. Megitsune
  3. Gimme Chocolate!!
  4. Iine!
  5. Akatsuki
  6. Doki Doki Morning
  7. Onedari Daisakusen
  8. Song 4
  9. Uki Uki Midnight
  10. Catch me if you can
  11. Rondo of Nightmare
  12. Head Bangeeeeerrrrr!!!!!
  13. Ijime, Dame, Zettai
  14. Road of Resistance (feat. Herman Li & Sam Totman of Dragonforce) (BONUS TRACK)
  15. Gimme Chocolate!! (Live at O2 Academy Brixton, London) (BONUS TRACK)

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