Human Misery (2013) - ein Review von Ganjalf

Slowly Rotten: Human Misery - Cover
1
Review
2
Ratings
10.00
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Death Metal


10.12.2013 07:36

Nachdem ich durch diverse besuchte Auftritte von Slowly Rotten eh schon angefixt war und die "When The 7th Life Ends" bei mir seit dem Erscheinen fast kaputtgespielt ist, habe ich mich sehr auf die neue Scheibe der Fischköppe gefreut.

Ich wusste was mich erwartet, war aber dennoch sehr von den Socken, als die ersten Töne sich in mein Ohr ballerten und nach dem letztem Lied meine Anlage durch eine mehr als gelungene Slam/Grind/Death-Orgie mit einer verdammt fetten Portion Grooves und einem Gespür für die richtigen Songs nahezu den Geist aufgegeben hatte.

(Ist sonst überwiegend Black Metal gewohnt, welcher sich nunmal nicht gerade durch eine wuchtige Produktion auszeichnet.)

Denn (und jetzt kommt es!):
Diese Scheibe ist sowas von dermaßen FETT(!) produziert, dass es einem nahezu die Tränen in die Augen treibt, vor Freude!
(Aber böse Jungs weinen nicht!)
Zudem haben sie es geschafft, die Live-Energie und Spielfreude ihrer Konzerte in die Songs zu verpacken, was das anhören dieser Platte noch besser macht.

Songs wie "Son of a slave" oder der (in meinen Augen) Übersong schlechthin, das grandiose "Rotten and forgotten Part 2", welches durch seinen Aufbau und den groove sich sofort aber so dermaßen in den Nacken frisst, machen die Scheibe zu einem echten Knaller!

Und auch die beiden Bonussongs:
"Blood on my hands"
"Dismembered brain"
welche auf der "Infected by life" EP (2008) zum ersten Mal verewigt wurden, somit also schon etwas mehr Zeit auf dem Buckel haben, fügen sich nahtlos an die vorherigen Songs an.

Daran merkt man:
Diese Jungs wissen, was sie tun.
Und ich hoffe, sie tun es weiter, denn in meinen Augen sind sie bei dem Niveau, welches sie an den Tag legen defenitiv keine Fehlkauf!

Ich kann diesen Silberling nur empfehlen, denn hier wird Slamkost vom Feinsten geboten und auch Leute mit einem maritimen Fetisch kommen auf ihre Kosten, siehe oder besser höre "Old siren".
Ich habe noch nie ein schiefes Nebelhonr gehört, dass sich so dermaßen gut in den Gesamtklang integriert.
Und das ist nur positiv gemeint!

Punkte: 10 / 10


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