Harm Cadaver Christi (2013) - ein Review von TeutonicSteel91

Harm: Cadaver Christi - Cover
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1 Review
3
3 Ratings
8.50
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Metal: Death Metal



27.01.2014 08:57

Es ist immer wieder großartig, zu sehen, dass auch der dreckige, versiffte Death Metal der frühesten 90er in den letzten Jahren von etlichen jungen Bands zu neuem Leben erweckt wird. HARM sind ein perfektes Beispiel hierfür: Angepisst, assig und frei von jeglichen „melodischen“ und „technischen“ Einflüssen wird auf dem Debütalbum der Stockholmer Schule (Gitarrensound), aber auch anderen Großmeistern wie Asphyx (Vocals) und Autopsy (Rhythmussektion) würdig Tribut gezollt. Dies ist selbstverständlich mitnichten eine Neuerfindung in der Musiklandschaft, wird jedoch mit einer derartigen Hingabe dargeboten, dass man als begeisterter Anhänger des Genres über knapp 40 Minuten ein Deja-Vú-Erlebnis nach dem anderen hat. Und dabei bedient sich das Berliner Quartett vieler verschiedener Herangehensweisen: Überwiegend wird schnörkellos im typischen, crustigen Svenska-Zweiertakt gerumpelt, zwischendrin fügen sich noch ganz unverfroren ein paar amtliche Knüppel-Parts ein und in einigen Passagen frönen die Herren sogar in bester Holland-Tradition dem zerstörerischen Death-Doom. Morbid, downtuned and sick: So und nicht anders hat DEATH fuckin‘ METAL zu klingen!

Punkte: 8 / 10


Warum sind die Cover-Bilder verpixelt?

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