Game Boy Metal (2013) - ein Review von Xeledon

Final Boss: Game Boy Metal - Cover
1
Review
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Rating
8.00
∅-Bewertung
Typ: Single/EP
Genre(s): Metal


Xeledon Avatar
03.01.2014 18:42

Besser kann man das eigene musikalische Schaffen wohl nicht beschreiben: "Game Boy Metal" steht drauf und genau so klingt diese EP auch. Alle, die mit Nintendos handlichem 8bit-Verkaufsschlager aufgewachsen sind, nimmt Christoph Ramke (CARNIWHORE) mit seinen Chiptune-Projekt FINAL BOSS auf eine Retro-Reise zur Videospiel-Musik ihrer Jugend. Alle anderen können währenddessen einfach mal gepflegt kacken gehen.

Dass das Klangbild von "Game Boy Metal" keinen modernen Produktionsstandards standhält ist zwar durchaus richtig, hier aber absolut gewollt. Ziel ist eine authentische Wiedergabe der Klangwelten, die die frühe Zocker-Karriere des Künstlers begleitet haben dürften. Und diesem Ziel kommen FINAL BOSS nicht nur soundtechnisch verdammt nahe, auch die Kompositionen selbst treffen den Ton von Jump 'n' Runs oder Shoot 'em Ups der 8bit-Ära. Dass macht den nostalgischen Retro-Trip besonders authentisch und überzeugt auch hartgesottenste Verfechter der "Früher war alles besser"-Fraktion.

Der stark homophone Klang ("Hihi, er hat 'homo' gesagt!" - Anm. d. Red.) hat den angenehmen Nebeneffekt, dass er die Songwriting-Qualitäten des Künstlers besonders betont. Handwerkliche Fehler oder Schludrigkeiten würden auch dem flüchtigen Zuhörer sofort auffallen, Gottseidank sind Christoph Ramke aber keine unterlaufen. Lässt man sich also auf die Prämisse dieser EP ein, dann erhält man ein absolut rundes Stück 8bit-Klangkunst, das mit einigen schwer ohrwurmeligen Melodien aufwartet und sich als perfekter Soundtrack zum Schwelgen in Kindheits- und Jugenderinnerungen empfiehlt.

(http://www.metal.de/sonstige/review/final-boss/55806-game-boy-metal-ep/)

Punkte: 8 / 10


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