Cloven Hoof (1984) - ein Review von Lord

Cloven Hoof: Cloven Hoof - Cover
1
Review
13
Ratings
9.31
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Heavy Metal


Lord Avatar
29.08.2013 01:23

Nach der raren EP "The opening ritual", die 1982 rausgehauen wurde, konnten CLOVEN HOOF - 1979 gegründet - die Killerscheibe "Cloven hoof" lancieren; das selbstbetitelte Longplay-Debüt erschien zwar für die NWoBHM anno 1984 relativ spät, doch das tut der Qualität dieses Höllenbastards keinen Abbruch.
"Cloven hoof" ist eine wundervoll rauhe Metal-Scheibe, die poltert & kracht und am besten in enormer Lautstärke zu geniessen ist!

CLOVEN HOOF konnten 1982 mit 2 Demos auftrumpfen, der Legende zufolge soll sowohl Robert Plant (früher Sänger bei Led Zeppelin) als auch Judas Priests Rob Halford vom Hammersound der Engländer dermassen angeten gewesen sein, dass beide unabhängig voneinander das CLOVEN HOOF-Demo zu Radiointerviews mitnahmen und den DJ aufforderten es abzuspielen - was für ein Kompliment!!
Kommt jedoch nicht von ungefähr, da CLOVEN HOOF eine wirklich enorm starke Truppe war.

Aushängeschild ist sicher Frontbrüller David Potter, der technisch gesehen zwar kein Spitzensänger wie seinerzeit Bruce Dickinson oder Rob Halford ist, dafür mit seinem rotzig lauten, fiesen Organ den Songs eine enorme Durchschlagkraft und Bösartigkeit zu verleihen vermag - ähnlich wie Jon Mikl von THOR!
Potter konnte gegenüber der EP fast quantansprung-artig zulegen und klingt hier wirklich geil! Er kann zwar auf eine lange Distanz etwas ermüdend sein, doch für die 6 gesungenen Songs reicht es locker; kein Problem und eine Abwechslung zu den technisch brillanten Kollegen.

Die Highlights sind klar:
an fordester Front überzeugt natürlich das bereits schon auf "The opening ritual" erschienene, hier neu eingezockte, leicht verlangsamt gespielte Epik-Werk "The gates of Gehenna", das wunderbar durch das fabelhaft schöne, instrumentale "March of the damned" eingeleitet wird - als Package einfach nur unglaublich intensiv und schön. Feinster NWoBHM mit wunderbaren Twin-Leads, geilen Knüppeldrums und dem mächtigen Geschrei Potters! Weltklasse! Dank der verhallten Produktion klingt das enorm fett, atmosphärisch dicht und sehr böse, gar bedrohlich!
Ebenfalls ganz vorne dabei ist der Titeltrack, die Bandhymne und Opener "Cloven hoof"; verdammt starker Heavy Metal, verdammt charismatisch und verdammt geil! Unbedingt in die Vollen gehen was die Lautstärke betrifft, so kommt die Kraft und Macht des Tracks vollends zur Geltung! Kein Schwachstrom-Metal, wie er in Englad anno '84 leider ab und zu gerne gezockt wurde, brav in's Amiland schielend! Nein, hier ist Power und Epik am Werk - man höre den Middlepart...!
Und dann kommt "Laying down the law"; PHÄNOMENAL!!!! Grossartiger Metal - eingängig, eine fucking Hymne... Wunderschöne Melodie, mitreissend, ansteckend und dank der leicht melancholischen Schlagseite enorm unter die Haut gehend! Welcher Headbanger findet DAS nicht geil? Dermassen simpel, doch direkt und mit geilen Solopassagen den letzten Traum in Stahl erfüllend - erinnert sehr an DEMON zu "The unexpected guest" Zeiten!! Und DEMON gehören bekanntlich zu meinen Faves! Geil.
Da bleibt noch der Closer "Return of the passover" positiv zu erwähnen, und dies mit Tränen der Freunde in den Augen; ein 9 minütiges Meisterwerk! Episch, erhaben, verspielt, kraftvoll, mächtig und stolz! Eine fucking weltklasse Hymne, die das Album so wunderschön und sehnsüchtig schliesst, dass man im Metal-Himmel einsam doch glücklich zurück bleibt - wunderbarer NWoBHM meets epischen US (Power) Metal! Musik die ich einfach liebe und tief in meinem Herzen fühle, die mich bewegt, aufrichtet und mitreisst - Musik die mich leitet, die mir Kraft und Hoffnung gibt! Was für ein Closer, was für ein Song... Masterpiece!

Es bleiben "Nightstalker" und "Crack the whip"; ersteres ist auch stark, kann aber zur Albumelite nicht ganz aufschliessen - "Crack the whip" hingegen ist der einzige "Ausfall"; klingt schmalbrüstig und verhältnismässig verweichlicht, wenn man das so sagen darf - da der Rest des Albums dermassen evil, sphärisch dicht und mächtig ist, wirkt der Song fast schon unpassend!

Unbedingt zu erwähnen ist die Leistung der Musiker; das obergeile Powerdrumming von Kevin Pountney schenkt den Songs den nötigen Antrieb, ein brillantes Timing und eine schier ungeheure Kraft - brillant wie er die Songs umrahmt und sie gleichzeitig trägt, zusammen mit Basser Payne klingt das unendlich kraftvoll und fett.
Steve Rounds muss sicher auch 'ne Extraerwähnung kriegen; FABELHAFT - FA-BEL-HAFT - was der Knabe alles zockt; wunderschöne Leads, geile Twins, Hammerriffs! Weltklasse - man höre das Ende von "Return of the passover"! Unglaublich geil!

Die Jungs geben sich als Namen noch die Elemente Feuer, Luft, Wasser & Erde, was den geheinmnisvollen Songs noch eine weitere mysteriöse Dimension schenkt - das Album ist einfach zu geil! Nahezu der Perfektion, wäre "Crack the whip" nicht - da hätte man lieber "Stormrider" des Debüts neu eingezockt und stattdessen mitdrauf genommen - aber wer will schon mosern?

Die Platte sollte in jedem vernünfigen Metal-Haushalt stehen und regelmässig abgespielt werden, alles andere wäre eine Schande!
Schade erschein das Brett nicht 4 Jahre zuvor (dann hätte es wohl auch anders geklungen, insofern geht 1984 schon in Ordnung, alles korrekt), sonst wäre es neben "Lightning to the nations" von DIAMOND HEAD DER Überklassiker geworden. Ist es für mcih aber auch so... Weltklasse!

Welche Note? ...blöde Frage! Es kann nur eine geben!

"..chords and censer, scourge and knife - waken ye... unto life!"

Punkte: 10 / 10


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