The GrimmRobe Demos (1999) - ein Review von metal lounge

Sunn O))): GrimmRobe Demos, The - Cover
1
Review
2
Ratings
7.00
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal


20.12.2015 00:18

Jüngst habe ich alle meine SUNN O)))-Platten auf einen Schlag verkauft, unter Wert bestimmt. Das sind zwar nur „The GrimmRobe Demos“, „Oracle“ und „Dømkirke“ gewesen, aber immerhin: Hat gereicht, um zu folgender grandiosen Einschätzung zu gelangen.

Ich vermisse Nichts, und ich musste das einfach tun, denn ganz ehrlich: Was soll man damit zuhause schon großartig anfangen? Klar, dieser schwere Doppelvinylkram macht was her im Regal, nimmt andererseits aber auch nur Platz weg. Punkt. Und mir ist nie klar geworden, warum ich dieses Gedröhn daheim anhören sollte, ganz gleich, ob nun mit Attila oder ohne ihn.

"GrimmRobe Demos" auf den Plattenteller legen und Lautstärkeregler Richtung zehn drehen, und mal sehen/hören/spüren, was passiert? Macht nun mal wenig Sinn. (Ich habe es aber auch nicht probiert gehabt, nicht mal bis Vier oder Fünf.)
Mittellaut/Normal hören? Recht ödes Erlebnis auf Dauer. Leise und konzentriert mit Kopfhörer hören? Hmmm, interessant, aber bringt auch nichts. Den begleitenden düsteren Text der „GrimmRobe Demos“ dazu zu lesen, diese Muße hab‘ ich bisher nicht gehabt. Ich habe einmal angefangen, da sind mir echt die Augen zu gefallen…. Originell, ja, aber eben auch: L.a.n.g.w.e.i.l.i.g.


Ohne lange Ausführungen (die ich mir schon mühsam zurechtgelegt hatte) möchte ich gleich zum Fazit kommen: SUNN O))) sind ein morbides akustisches Kunstprodukt, das live ganz bestimmt eine irre intensive Erfahrung sein kann (in einem alten Kirchenraum v. a.). Aber sonst…?

Eine Band, die wirklich nur noch Live-DVDs veröffentlichen sollte. Ja, das wär’s doch.
Kein Mensch braucht den Kram daheim auf 180 gr.-Vinyl, aber das erklär mal Denen von Southern Lord…..

SUNN O))) sind eines dieser Phänomene, die sowohl im tiefsten Untergrund verehrt werden, aber auch im Feuilleton lobend durchgereicht werden. An sich nicht schlecht. Nur: Warum? Die Studioalben können das meiner Meinung nach nicht erklären, deren Wirkung verpufft weitestgehend. Und dabei möchte ich jetzt keineswegs die zugrundeliegende musikalische Idee aus Prinzip abwerten. Darum geht es gar nicht. Bloß: Die Sache funktioniert akustisch für den Hausgebrauch einfach nicht. Das ist zu öde, da muss ich die Gänsehaut oder gar noch tiefergehende Emotionen schon anflehen, endlich zu kommen. Sollte ich zu abgestumpft für SUNN O))) sein? Scheinbar. Gott und Göttern sei Dank!


Überbewertet.


„Altar“, die Kollaboration mit Boris behalte ich aber. Das ist irgendwie noch etwas Besonderes, aber wann habe ich denn das zuletzt aufgelegt? Fünf Jahre ist das mindestens schon her.

Punkte: 4 / 10


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