The Mask Of Shame (2013) - ein Review von Frozen-Steel

Gonoreas: Mask Of Shame, The - Cover
1
Review
3
Ratings
9.00
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Heavy Metal, Power Metal


Frozen-Steel Avatar
22.09.2013 20:21

Ist es Zufall, dass zwei von vier Alben, die ich dieses Jahr bisher über allen anderen sehe, aus meinem Heimatland kommen? Ist es eine geographische Parteiigkeit? Oder ist es einfach der Beweis dafür, dass die schweizer Metalszene in der Tat eine extrem hohe Qualitätsdichte aufweist? Gerade dass ich bisherige GONOREAS Alben zwar als grundsolide bis sehr ansehnlich einstufte, aber trotz der ungemeinen Qualität der Musiker keines als wirklich überragend empfand, lässt stark auf letzteres schliessen.

"The Mask Of Shame" ist bereits der vierte Langspieler der Aargauer Power Metaller um Gitarrengott Damir Eskic, die sich in ihrem Genre einen Ruf aufgebaut haben, die schweizer Antwort auf Iced Earth zu sein. Nicht unbedingt immer zutreffend, aber dann doch mit den gleichen Elementen ausgestattet konnte man von Gonoreas auch dieses Mal wieder eine treibende Rhytmusfraktion, eingängige Gesangslinien und härtesten Edelstahl erwarten. Bereits "Kursk", welches nach kurzem Intro bereits ein erstes Mal die Fäuste schwingen lässt, beweist dass die Band diesem Rezept treu geblieben sind. Der neue Sänger Leandro Pacheco stellt bereits ein erstes Mal sein kraftvolles Organ unter Beweis.

Das Tempo bewegt sich meist etwas im mittleren Tempo, was ein wenig schade ist, denn wie auch der Track "The Mask of Shame" zeigt, die etwas thrashige Spielweise und schnelle Riffs passen hervorragend in diesen Stil. Meist erhöht sich das Tempo nur auf die Soli hin, wenn Damir seine Magie wirken lässt. Fast könnte das unwissende Ohr einen Yngwie Malmsteen an der Axt vermuten. Ich kenne nicht viele Gitarristen die diesen Grad technischer Meisterschaft zeigen, erst Recht nicht mit einer solchen scheinbaren Leichtigkeit wie es Damir tut. Immer wieder eine Freude, diesen Mann spielen zu sehen oder hören.

"The Mask of Shame" setzt für Gonreas neue Massstäbe, was der Mittelteil bestens zeigt. "Breathe Again" beginnt ruhig (Tolle Stimmvielfalt von Leandro!), "Devil At The Crossroads" ist ein toller Gitarrentrack und dürfte zum Besten gehören was ich im Power Metal die letzten Jahre gehört habe, "Still in my Heart" ist eine akustische Ballade, wo erneut die Vocals auffallen. Ein Duett mit Leandro und Bassist Pat Rafaniello, und auch an der klassischen Gitarre wirkt Damirs Saitenzauber. Das Ding haben sie an der Plattentaufe zelebriert, und wie, ein atemberaubendes Lied, mit zwei (!) überragenden Sängern. Spezielles Lob an Pat. Die Singleauskoppelung "Serpents" fällt da schon fast etwas ab, bringt aber eine Eingängigkeit mit, die sich gewaschen hat.

Und am Ende dann noch absolute Gänsehaut beim Hart Rockenden "Soulstealer". Was für ein Riff, das Larissa Ernst und Damir hier raushauen, und was für ein Solo. "Feel the Power of this Song", fantastisch. Und mit dem knapp sieben Minuten Dauernden "The Red Horizon" , einem episch-hymnischen Power Metal Song der mich an die amerikanischem Übermeister PHARAOH erinnert, runden Gonoreas mit einer erneut superben Gesangsleistung ihr bisher klar bestes Album ab. Auch der letzte Song ein Highlight!

Überragende Individualisten, ein starker, moderner Power Metal Sound und Soon-To-Be Klassiker in der Tracklist, "The Mask Of Shame" wird allen Vorschusslorbeeren mehr als Gerecht. Die Soli alleine sind eine Meisterleistung sondergleichen. Ich fühle mich in die späten Achziger zurückversetzt, und auch in der Dichte überragender Scheiben dieser Zeit könnte sich der neueste Gonoreas Streich, denke ich, behaupten. Ich verneige mich!

Anspieltipps: The Mask Of Shame, Devil At The Crossroads, Still In My Heart, Soulstealer, The Red Horizon

Punkte: 9.5 / 10


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Tracklist:

  1. The dephts of the barents sea
  2. Kursk
  3. Veins
  4. The mask of shame
  5. Breathe again
  6. Devil at the crossroads
  7. Still in my heart
  8. Serpents
  9. Soulstealer
  10. The red horizon
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