Evilution (2012) - ein Review von Akhanarit

Deadlands: Evilution - Cover
1
Review
2
Ratings
7.25
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Thrash Metal


Akhanarit Avatar
17.05.2013 13:44

Hier haben wir mal wieder ein Debüt-Album aus den USA. Genauer gesagt aus Sacramento, Kalifornien. Auf dem Plan steht hier US-Power Metal mit ordentlicher Thrash-Schlagseite. Soweit so gut. Geht man etwas in die Tiefe, fällt einem sogleich ein Name auf, den man schon irgendwo mal gehört hat: Brian O'Connor! Na klar. Im Jahre 1998 veröffentlichten VICIOUS RUMORS das Album "Cyberchrist", auf dem der Sänger schon zu hören war. Doch das ist bei Weitem noch nicht alles. Mit an Bord sind Steve Northam (MUCUS MEMBRANE) am Bass, Kevin Rohr (Ex-SPECTRE) sowie Michael J. Gardner an den Gitarren und Dan Sablan an den Kesseln. Diese Musiker bilden also die Hauptband. Und weil all das offenbar noch nicht ausreichte, hat man sich als kleines Goodie auch noch eine illustere Schar an Gastmusikern ins Studio geholt, deren Namen (und vor allem Bands!) einem auf der Zunge zergehen dürften! Andy LaRocque (KING DIAMOND), Hank Shermann (MERCYFUL FATE), Michael Denner und Mike Wead (MERCYFUL FATE/KING DIAMOND), Glen Alvelais (FORBIDDEN/TESTAMENT/LD50), Steve Smyth (NEVERMORE/FORBIDDEN) und zu guter Letzt Claudeous Creamer (DRAGONLORD/SERPENT & SERAPH). Die Rahmenbedingungen sind also abgesteckt, tauchen wir nun in das Album selbst ein.

Schon mit dem Opener 'Pandemic Genocide' können DEADLANDS auf ganzer Linie punkten. Solide Handwerkskunst, wie sie bei der Liste an Ausnahme-Musikern einfach zu erwarten war, kristallisiert sich sehr schnell als Trumpf der Kalifornier heraus. Der Titelsong schlägt ebenfalls in diese Kerbe und es geistern einem etliche Namen durchs Oberstübchen, die für die ein oder andere Passage Pate gestanden haben dürften. TESTAMENT, PANTERA, NEVERMORE und aufgrund der Vocals leuchtet bei mir sogar hin und wieder das METAL CHURCH-Logo vor dem inneren Auge auf. Hiermit ist natürlich die Phase mit Ronnie Munroe am Mikro gemeint. Die beiden Sänger sind sich gar nicht mal so unähnlich. Musikalisch dürften sich also so manche Headbanger von DEADLANDS' Musik angezogen fühlen. Und das sogar genre-übergreifend. Besonders gelungen finde ich die Leadgitarrenarbeit in 'She's On Fire' (nein, nicht nur wegen dem Frauengestöhne hier hervorgehoben ...) und die unbändige Rhythmus-Keule in 'Asphyxiate The Masses'. Alles in allem ist "Evilution" also ein echt gutes Album geworden.

Ein paar kleine Schönheitsfehler hat die Scheibe aber dann doch. Zuerst einmal kann mir der Patriotismus in 'Final Solution' nicht einen Funken Begeisterung abringen. Seien wir mal ehrlich: Die USA haben seit ihrem Bestehen fast durchgängig mit irgendwem Krieg geführt und auch wenn das Thema "waaaaarrrr" im Metal zum guten Ton gehören mag, sind DEADLANDS nur eine Band von Hunderten, die derartige Nerv-Themen angehen. Eine weitere Band, die in eine derartige Kerbe schlägt, braucht die Metalwelt dann doch nicht. Des Weiteren, und das ist vom musikgenießerischen Standpunkt aus gesehen viel gravierender, bleiben die Songs einfach nicht hängen. Hart, durchschlagend, tolle Musiker ... aber Songs für die Ewigkeit? Wohl eher nicht. Ihr solltet DEADLANDS am besten selber mal anchecken und herausfinden, ob euch das hier Gebotene genügt. Mir fehlt trotz aller Brillanz an den Instrumenten einfach der Moment, bei dem es Klick macht und man die Songs am liebsten mitbrüllen möchte. "Evilution" kann man sich zulegen, muss man aber auch nicht.

http://www.bleeding4metal.de/index.php?show=review_de&id=5002

Punkte: 7.5 / 10


Deadlands: Evilution

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Tracklist:

  1. Pandemic Genocide
  2. Deadlands
  3. Ground And Pound
  4. Final Solution
  5. She's On Fire
  6. Asphyxiate The Masses
  7. Path We've Chosen
  8. Gone Wrong
  9. Legions Of The Damned
  10. Shed My Skin
  11. The Last In Line

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