Act III: Hollow's Gathering (2012) - ein Review von silentforce81

SoulSpell: Act III: Hollow's Gathering - Cover
1
Review
2
Ratings
8.50
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Power Metal, Symphonic Metal


silentforce81 Avatar
28.04.2013 09:57

Metalopern haben sich ja in den letzten Jahren einer immer größeren Beliebtheit erfreut, doch darunter tummelten sich auch eine Menge Scheiben, die lediglich auf einen Trend aufspringen wollten und unterm Strich nicht wirklich überzeugen konnten. Ganz anders sieht es dieser Tage bei den Brasilianern SOULSPELL aus, die mit "Hollow's Gathering" eine durchweg hörenswerte Metaloper abliefern.

Wenn man alleine schon die Liste der beteiligten Gastsänger und Musiker betrachtet, läuft einem Freund dieser Kunst schon das Wasser im Munde zusammen: Neben unter anderem Amanda Somerville (AVANTASIA, KAMELOT, u.v.m.), Blaze Bayley (ex-IRON MAIDEN), Tim "Ripper" Owens (ex-ICED EARTH, ex-JUDAS PRIEST) und Michael Vescera (ex-MALMSTEEN) ist beispielsweise auch Markus Grosskopf (HELLOWEEN) zu hören. Doch Namen allein machen noch lange keine gute Platte. Was kann "Hallow's Gathering" also musikalisch liefern? Bereits der namengebende Opener 'Hollow's Gathering' macht sehr deutlich, dass auf dieser Scheibe keine kleinen Brötchen gebacken werden, denn mit einer Länge von fast zehn Minuten wurde der längste Song gleich am Anfang der Platte platziert. Dieses Stück ist dabei aber auch der perfekte Einstieg in eine knappe Stunde Musik, die von Abwechslung, Ideenreichtum und Dynamik lebt. Hier werden feine Melodien mit kraftvollen Riffs und ordentlich Druck kombiniert, so dass hier jeder Fan des melodischen Power Metal bestens bedient wird. Tim Owens kann sein prägnantes Organ voll in Szene setzen und verleiht dem Song durch seinen Stil eine Aggressivität, die sich nahezu perfekt in das sehr facettenreiche Material einfügt. Das nachfolgende 'A Rescue Into The Storm' schlägt dagegen ein paar sanftere Töne an und ist eher im Midtempo-Bereich angesiedelt. Die Melodie des Stücks erweist sich dabei schnell als echte Hymne und als Ohrwurm, und mit ein wenig Gefühl kann man diesen Track auch auf einer melancholischen Ebene hören, da er mit seinen Hintergrundklängen dezent an KATATONIA erinnert. Bei 'To Crawl Or To Fly' kommen dagegen Erinnerungen an AYREON zum Vorschein, wobei hier nicht unbedingt das progressive Element gemeint ist, sondern vielmehr die gegebenen, leicht spacigen Klangbilder. 'Anymore' weiß im Anschluss als schöne Ballade zu überzeugen, welche von den wunderschönen weiblichen Vocals lebt.

Insgesamt bleibt am Ende eine wirklich überzeugende Scheibe, die zu keiner Sekunde langweilig wird und dem Hörer eine knappe Stunde beste Unterhaltung bietet. Wer ohnehin auf die Stimme von Amanda Somerville oder Tim Owens steht, der kommt an dieser Scheibe nicht vorbei, genauso wie Freunde von gut gemachten Metalopern. Wer sich vor dem Kauf von der Qualität dieser Scheibe überzeugen will, dem sei an dieser Stelle empfohlen, sowohl in den Opener als auch in 'A Rescue Into The Storm' und 'To Crawl Or To Fly' reinzuhören.

http://www.bleeding4metal.de/?show=review_de&id=4639

Punkte: 8 / 10


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