Never Say Die! (1978) - ein Review von Monolith

Black Sabbath: Never Say Die! - Cover
2
Reviews
53
Ratings
7.76
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Heavy Metal, Doom Metal
Rock Stoner Rock, Hardrock


Monolith Avatar
14.08.2014 13:40

Und es geht in die zweite Runde mit Experimental Sabbath! "Never Say Die!" geht in dieselbe Richtung wie "Technical Ecstasy" ist allerdings nicht so eingängig wie sein Vorgänger.

So kommt der Opener stark rockig daher, und was noch erfreulicher ist: Ozzys hoher Gesang klingt endlich nicht mehr nach Gejaule, sondern er scheint die Töne in dieser Stimmlage vernünftig singen zu können. Das Lied macht ziemlich Spaß, auch wenn es nichts besonderes ist.

"Johnny Blade" ist dafür deutlich abwechslungsreicher und interessanter, auch wenn das Lied mit sechs einhalb Minuten zu lang ist, dafür, dass die meisten Überraschungen bereits in den ersten drei Minuten rausgehauen werden. Insgesamt ist "Johnny Blade" etwas, was man von Black Sabbath auf diese Weise noch nie gehört hat.

"Junior's Eyes" ist überwiegend jazzig, lediglich im Refrain rocken Black Sabbath weiter. Noch ein Ausnahmestück im Sabbathrepertoire, und gut zum entspannen.

Als ich "A Hard Road" das erste mal gehört habe, war ich sofort vernarrt in das Stück. Der Riff marschiert nach vorne und Ozzy singt sehr selbstsicher und kraftvoll. Und dann kommt der Refrain "Ooooooooh, it's a Hard Roooooooaaaaaad" Ohrwurm und Mitsingen ist hier vorprogrammiert. Einfach nur genial!

"Shock Wave" ist im Gegensatz zu den restlichen Stücken vergleichsweise einfach gehalten. Soll heißen, dass es jetzt eine Mischung mit anderen Genreelementen gibt oder großartig experimentiert wird. Ein einfacher Rock Song eben.

"Air Dance" ist da deutlich variantenreicher. Ein lebhafter Riff leitet den mit Piano begleiteten Einsatz Ozzys ein. Ein sehr gemütliches Stück mit Mitsingpotenzial.

"Over to you" ist dafür schwächer, als die anderen Stücke. Bis auf die Bridge, die mit Klavier untermalt wird, kann man dem Lied nichts großartiges abgewinnen.

Das Instrumental "Breakout" mag etwas einfach aufgebaut sein, mehr als die Begleitung der Saxophone braucht dieses Zwischenspiel auch nicht, um das darauffolgende "Swinging the Chain" einzuleiten, das wieder von Bill Ward gesungen wird. Dieses ist nicht so ein exklusives Stück wie "It's Alright!", macht aber dennoch Spaß. Schön, dass zum ersten mal seit "The Wizard" wieder eine Mundharmonika zu hören ist, irgendwie passt das immer.


Das letzte Album in Originalbesetzung gibt den Stammhörern garantiert nicht das, was sie wollen. Und so wurde bzw. wird auch "Never Say Die!" von den meisten Black Sabbath Fans geschmäht und passend zum Titel des Albums erst recht mit einem provokativen "Die!" reagiert. Nichts desto trotz bin ich der Auffassung: ob Fan oder nicht, wer nicht wenigstens mal ein Ohr in das Album riskiert, wird was verpassen.

Punkte: 8 / 10


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