123 Fistfuck (2012) - ein Review von Mosa93

Anal Fister: 123 Fistfuck - Cover
1
Review
1
Rating
7.00
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Death Metal


06.10.2012 16:45

--> http://www.rottinghill.at/infusions/review_panel/review.php?&reviewid=824

Aus dem schönen oberösterreichischen Bad Goisern stammt eine junge Death Metal/Porngrind-Truppe, welche auf den wohlklingenden Namen "Anal Fister" hört. Die Herren mit den Pseudonymen Mr. Fister - Gesang, Gitarre -, Fäkal Prinz - Gitarre -, Rektal Gnom - Bass - und Me-Fisto - Schlagzeug - knallen uns anno 2012 ihr Debütalbum "123 Fistfuck" in Eigenregie vor den Latz.

Was sofort auffällt, ist die sehr druckvolle Produktion, welche bei den ersten Klängen des Intros, in dem die Band und ihre Veröffentlichung mehr oder weniger vorgestellt werden, aus den Lautsprechern dröhnt. Sägende Gitarren, ein tief dröhnender, gut hörbarer Bass und wuchtige Drums. Ab dem ersten richtigen Song "Scheiß Situation" gesellt dich auch der Gesang dazu, welcher von hohen Schreien über typische Growls, bis hin zu Pigsqueels alles abdecken, was man sich in diesem Genre nur wünschen kann.

Natürlich ist die Musik der "Anal Fister" nicht für jeden gemacht. Lyrisch fühlt man sich in übelstem Fäkalhumor wohl und hat keine Scheu, auch auf Themen wie Sex oder Alkohol einzugehen. Wer damit nicht zurechtkommt, wird es mit diesem Album natürlich ziemlich schwer haben. Findet man sich mit dieser Art von Humor jedoch zurecht und ist man dem oberösterreichischen Dialekt nicht allzu abgeneigt, wird man mit dem einen oder anderen Song sicherlich seinen Spaß haben. Immerhin wird einiges geboten, von schleppend groovend bis rasend schnell ist alles dabei und bietet somit mit den diversen Samples auch genügend Abwechslung.
Hier seien auch noch der Bonus Track namens "De Goiserer Vom Bohofsklo", welcher lediglich aus Ziehharmonika und Gesang der vier Protagonisten besteht, und das Tribut an den bereits verstorbenen Heinz Erhardt, "Immer wenn ich traurig bin, trink ich einen Korn", erwähnt.

Kurzum: Die "Anal Fister" haben mit "123 Fistfuck" ein lustiges, kurzweiliges Stück Death Metal/Porngrind erschaffen, welches ich mir sicherlich noch öfters zu Gemüte führen werde. Das einzige Hindernis für Freunde des Genres sind die Texte, welche doch großteils in Mundart gehalten sind. Stellen jedoch die lyrischen Inhalte und der Dialekt kein Problem dar, sollte man seine Freude mit diesem Rundling haben. Ich bin auf jeden Fall gespannt, was von den vier Fistern noch alles kommen wird!

Punkte: 7 / 10


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