Reaper's Consecration (2012) - ein Review von Akhanarit

Zombiefication: Reaper's Consecration - Cover
1
Review
1
Rating
8.50
∅-Bewertung
Typ: Single/EP
Genre(s): Metal Death Metal


Akhanarit Avatar
17.09.2012 03:56

ZOMBIEFICATION sind ein Duo aus Mexiko, das sich mit Haut und Haaren dem Death Metal verschrieben hat. Die Band veröffentlichte bereits das Full-Lenght-Debüt "Midnight Stench" auf dem australischen Label Asphyxiate Recordings, welches jedoch nur in einer kleinen Auflage von 500 Pressungen erschien. Das Label machte schon kurz danach dicht und nach Angaben von Gitarrist Mr. Jecko haben viele dieser Alben nicht mal den Weg zu den Hörern gefunden. Chaos Records signten die Band dann schließlich, welche das Debüt dann sogar als LP auf den Markt brachten. Dies wiederum ebnete der Band den Weg zu Osmose Productions, die sogleich eine Digipack-Version von "Midnight Stench" herausbrachten. Die nun hier vorliegende EP "Reaper's Consecration" kommt allerdings wieder über Chaos Records, um die Verwirrung komplett zu machen.

Bei so viel hin und her könnte man doch glatt die Musik aus dem Blickfeld verlieren und die ist dafür überraschenderweise so gar nicht chaotisch. Hier wird klassischer, schwedisch angehauchter Death Metal geprügelt, der nicht selten an Bands wie DISMEMBER oder GRAVE erinnert. Besonders die musikalische Umsetzung, für die sich ebenfalls der Fussballfanatiker Mr. Jacko verantwortlich zeigt, bietet geile Riffs, griffige und teils hymnisch-melodische Gitarrenlead-Ausflüge auf einem Niveau, welches man einer Zwei-Mann-Combo aus dem eher Metal-unbedarften Mexiko so im ersten Moment gar nicht zugetraut hätte. In nicht ganz einer halben Stunde feuern Mr. Hitch (verantwortlich für Gesang, Covergestaltung und die Belange der Truppe generell) und sein Kumpan einen Leckerbissen nach dem anderen aus den Boxen. Auch bei den Vocals, die einem Bands wie AUTOPSY oder auch die Elchtod-Legenden DESULTORY zurück ins Gedächtnis rufen, weiß Bandcheff Mr. Hitch ganz genau, wie etwas zu klingen hat, wenn oldschool die Vorgabe lautet. Musikalische Erhabenheit triff auf einen Hauch von Räude...

Beim Stichwort DESULTORY ist auch noch anzumerken, dass für Mix und Mastering der EP niemand Geringerer als Tore Stjerna (WATAIN, DESULTORY, DESTRÖYER 666, etc) zur Verfügung stand. "Reaper's Consecration" ballert auf durchweg hohem Qualitätsniveau und ist all jenen ans Herz zu legen, denen auch schon die letzte DEMONICAL gefallen hat. Kleine doomige Bremsmanöver halten das Material sicher in der Balance. Neuerungen oder Innovationen darf man hier freilich nicht erwarten und diesen Anspruch erheben ZOMBIEFICATION auch zu keiner Zeit, aber die Songs klingen dennoch erfrischend zeitlos und grooven, bis die Schwarte kracht. In Kombination mit den beschwörenden Melodien ein echtes Highlight für zwischendurch. Ich bin mehr als zufrieden!

Erschienen auf: http://www.bleeding4metal.de/index.php?show=review_de&id=4343

Punkte: 8.5 / 10


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Tracklist:

  1. Dead today, dust tomorrow
  2. Death Rides
  3. Necrohell
  4. I am the reaper
  5. We stand alone

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