The Beatdown (2010) - ein Review von cockneyboy66

The Beatdown: Beatdown, The - Cover
1
Review
1
Rating
9.00
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Reggae Skinhead Reggae


28.04.2013 10:04

Bevor die Kanadier mit ihrer Gruppe One Night Band so richtig durchstarten konnten, ist das Kapitel schon wieder Geschichte. Aus den Überresten, genauer gesagt aus zwei Mitgliedern des Vorgängers, reformiert sich The Beatdown. Es wäre auch zu schade gewesen, nach so einer genialen Platte wie Hit & Run es war, dem ganzen den Rücken zu zu wenden. Die Jungs hatten Talent und legen jetzt mit The Beatdown erfolgreich nach. Die Zutaten bleiben ähnlich. Zwischen Symarip, The Clash und den Aggrolites gibt es jede Menge Oldschool fürs tanzende Volk von The Beatdown. Die Jungs bleiben dem schnörkelosen Reggae der auslaufenden 60er Jahre treu und präsentieren hier stolz ihren Nachfolger und auch gleichzeitig ihr derzeitiges Debut. Mit minimalistischen Reggaegrooves, dezenten Orgeleinsätzen und so gut wie keine Bläser gibt es satten Skinhead-Reggae in leicht modernisiertem Gewand. Nicht mehr ganz so eingängig wie beim Vorgänger schafft man es dennoch relativ nahtlos an Hit & Run anzuknüpfen. Wobei der Vorgänger auch eine Hitdichte an Bord hatte, die nur schwer zu toppen ist. Die Jungs haben sich die Messlatte damals selbst verdammt hoch gesetzt. Gönnt man der neuen Platte ein paar Runden im Player wird sie sich mit Sicherheit fast genauso entfalten. Auf einem relativ minimalistischen Niveau rockt es auch hier wieder mit satten Bässen und fettem Offbeat an sämtlichen Ecken und Kanten. Absolut überdurchschnittliche Songs gibt es diesmal in Form von „One Night“ mit groovendem Beat und prägender Mundharmonika, sowie dem Northernsoul-Cover „ Geat Ready“ das hier zu einem eingängigen Reggaestomper umfunktioniert wurde. Bei „Hooligans“ gibt es einen Song zum in den 60ern populär gewesenen Rudeboy-Thema und mit „Let Me Take You Out“ fährt man in der Dub-Tradition von The Clash einen entspannten Kurs. The Beatdown schlagen eine elegante Brücke zwischen 60er Jahre Skinhead-Reggae und modernen Elementen und dürften somit ein leckerer Geheimtipp sein für alle kurzhaarigen Reggaefans. Um Ska wird hier ein großer Bogen gemacht, was der Scheibe durchaus gut steht. The Beatdown stehen für einen eigenen Sound fernab von weichgespültem Offbeat-Geplänkel. Wer trotzdem eine Schublade braucht, dürfte hier mit „Dirty Reggae“ wie er von den Aggrolites ins Spiel gebracht wurde, am ehesten bedient werden. Stellt euch die Aggrolites einfach eine Spur roher vor und ihr kommt beim Sound von The Beatdown an. Klasse Teil!

Punkte: 9 / 10


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