Of Prisoners Wandering Souls And Cruel Fears (2012) - ein Review von gelal

Canaan: Of Prisoners Wandering Souls And Cruel Fears - Cover
1
Review
1
Rating
7.00
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Dark Wave/Gothic Gothic Rock


gelal Avatar
22.08.2012 13:56

Die Italienischen Ambiente Dark Doom Musiker von Canaan haben mit " Of Prisoners, Wandering Souls And Cruel Fears" den Nachfolger des 2011 erschienenen Albums "Contro.Luce" eingetütet und lassen nun ihre Fangemeinde an dem Erguss teilhaben.
Auch hier bekommt man, wie schon beim Vorgänger, Musik zu hören, welche schwer zugänglich ist und nur bedingt mit Metal zu tun hat. Wobei der metallische Anteil, zumindest auf CD1, doch höher ist als auf "Contro.Luce". Ambiente, avantgardistische Musik gibt es zu hören, welche eine doomige, schwere Grundstimmung hat. Gesanglich wird mir verzerrten, cleanen aber auch rauen female und male Vocals gearbeitet. Neben dem höheren metallischen Anteil, gegenüber der letzten Scheibe, hat sich auch der Melodie Anteil erhöht. Dieser erzeugt jetzt zwar nicht gleich Eingängigkeit, weiß die Songs aber durchaus zu prägen.
Grundgerüst ist allerdings weiterhin ein sehr experimentelles Klanggefüge, welches nur eingefleischten Fans und offenen Geistern Zugang gewähren dürfte, es sein denn jemand kommt auf den Geschmack. Denn irgendwo interessant ist das Ganze schon. Nachteil der ganzen Sache ist die Länge des Scheiben. Beide gehen über 50 Minuten und erfordern schon viel, CD 2 sogar sehr viel, Geduld. Einen Anflug von Müdigkeit sollte auch nicht gerade vorliegen, wenn man die Scheiben in den Player schieb, sonst besteht "Einnick-Gefahr" ;) . Ganz wichtig hierbei ist; sich mit der Musik intensiv auseinanderzusetzten, denn hier kommt es auf die Details an. Diese sind auch, ob der ziemlich "rauen und verkratzten" Produktion, schwer auszumachen. Am einfachsten ist es da noch mit den "melodischen" Passagen, welche schon mal einen leicht epischen und Atmosphärischen Touch haben. Wie schon beim letzten Album sind hier Kopfhörer angesagt, denn ohne geht zu viel von der Canaanschen Klangwelt verloren. Was CD 2 betrifft, daraus werde ich nicht schlau, vieleicht ist dafür mein Geist doch nicht offen genug.
Hier gibt es wiederum in über 50 Minuten 11 Stücke, welche allesdings nur aus Samples und Einzeltönen bestehen. Nur ab und an kommt mal etwas wie ein Rhythmus oder ein Hauch von Melodie drin vor. Nachdem man den geneigten Hörer schon viel Geduld bei der ersten CD abverlangt, treibt man dies mit CD 2 regelrecht auf die Spitze. Klangfetischisten, welche auf solche experimentellen Tonfolgen stehen, können dem wohl einiges abgewinnen, ich nicht. Tut mir Leid, irgendwann reicht´s mir dann auch. Diese zweite CD hätte nicht sein müssen.

Fazit: Canaan sind und bleiben mit ihrer Klangwelt schwer zugänglich, wer allerdings erst mal gefallen dran findet, für den gibt es einiges zu entdecken. Der Albumtitel spiegelt die Musik recht gut wieder, was die Sache allerdings nicht einfacher macht. Also vorsichtig an-testen und nicht auf Anhieb zu viel erwarten. Auch wenn ich den zweiten Silberling für Ü halte, so bleiben unterm Strich dennoch 7/10 Punkte über.

Punkte: 7 / 10


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