Channelling The Infinite (2012) - ein Review von Akhanarit

Empires Of Eden: Channelling The Infinite - Cover
1
Review
3
Ratings
8.50
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Heavy Metal, Power Metal


Akhanarit Avatar
07.08.2012 10:50

Was haben wir denn da? Stu Marshall, seines Zeichens ehemaliger Saitenhexer der australischen DUNGEON, hat eine illustere Schar an Gastsängern um sich versammelt und mit EMPIRES OF EDEN ein Power Metal-Projekt ins Leben gerufen, dass es wahrlich in sich hat. Direkt mit dem Opener 'Cry Out' zeigen er und Sangeswunder Rob Rock (ROB ROCK, AXEL RUDI PELL, IMPELLITTERI, DRIVER) allen Freunden melodischen Power Metals, wo der Hammer zu hängen hat. Hat man jetzt schon die stärkste Waffe gleich am Anfang abgefeuert? Mitnichten! Niemand geringeres als Udo Dirkschneider (U.D.O., Ex-ACCEPT) wird ins Rennen geschickt. Udo taucht ja immer wieder mal als Gastsänger auf diversen Alben der Metallandschaft auf und hat längst Routine in dem was er tut. Dies hört man 'Hammer Down' auch zu jeder Sekunde an. Souverän und mit allen Wassern gewaschen reiht sich sein Beitrag nahtlos auf diesem Album ein und dürfte so manchen Metaller frohlocken lassen. Etwas ganz Besonderes hat sich Stu Marshall dann bei 'This Time' ausgedacht und zerrte kurzerhand Steve Grimmett von GRIM REAPER (yeah, suck it and see!) ans Mikrophon. Spätestens jetzt dürfte bei vielen von euch die Kaufentscheidung gefallen sein. Wen das noch nicht überzeugt hat, der kann sich auf Beiträge von Mike DiMeo (Ex-MASTERPLAN, RIOT), Danny Cecati (PEGAZUS, EYEFEAR) oder auch Ronnie Munroe (TSO, METAL CHURCH) freuen. Besonders Letzterer hat mich durchaus positiv überrascht, bin ich doch der Meinung, dass der gute Ronnie die letzten METAL CHURCH-Alben schlichtweg versaut hat. Mein Stirnrunzeln ist aber schnell verflogen, als ich seinen Beitrag bei 'White Wings' hörte. Hier sitzt jede Note dort, wo sie auch hingehört und das Material von Stu Marshall scheint dem Mann deutlich mehr entgegenzukommen als die Vanderhoof-Kompositionen. Das muss man echt mal gehört haben und dürfte nicht nur mir, sondern auch noch anderen Munroe-Gegnern das Mäulchen stopfen!

Musikalisch bietet man viele tolle Melodien nebst hartem Riffing, schnellen sowie gefühlvollen Soli und erhabener Epik irgendwo zwischen HELLOWEEN, NOCTURNAL RITES und MYSTIC PROPHECY. Haben solche All Star-Projekte auch oft diesen unangenehmen Sampler-Beigeschmack, so nicht in diesem Fall! "Channeling The Infinite" klingt wie aus einem Guß und die ganzen Sängerwechsel halten diese Platte lebendig und qualitativ durchweg auch sehr hohem Niveau. Nette Zuckerchöre ('Lions For Lambs') sind hier ebenso vertreten wie fiese Highscreams (Titelsong, 'Cyborg') und Songs mit bluesig-rauchigem Hard Rock-Charme ('Your Eyes'). Zudem eine tolle Gelegenheit, sich nach Einfuhr dieses Hochkaräters mal wieder die ganzen alten Platten aus dem Schrank zu holen und gepflegt in Erinnerungen zu schwelgen.

Allein schon das coole, an die Werke von H.R. Giger erinnernde (jedoch von Alex Ruiz stammende) Albumcover ist ein echter Hingucker, an dem man sich kaum sattsehen kann und bei dem man auch nach einer Weile noch kleine Details entdecken kann. Das ist Kunst, meine Herrschaften. Ein Song wie 'Cyborg' unterstreicht diese visualisierte Kulisse dann auch noch musisch. Töfte!

Nur schade, dass ich hier keine Informationen darüber habe, welche Musiker die Instrumente bedienen. Dass Stu Marshall an der Gitarre zu hören ist, steht für mich außer Frage. Darüber hinaus wurden jedoch keine Angaben gemacht. Bei der gebotenen Qualität aber fast auch schon wieder egal. Wo wir schon dabei sind: Ein ganz besonderes Highlight ist übrigens die Bonus-Zugabe von 'Hammer Down', bei der nochmals ein gewaltiges Arsenal an Vokalisten aufgeboten wird. Udo Dirkschneider, Rob Rock, Sean Peck, Carlos Zema, Vo Simpson und Ronny Munroe geben sich hier innerhalb kürzester Zeit die Klinke in die Hand, zeigen den Joungsters mal ganz locker, wie guter Power Metal zu klingen hat und können sich entspannt zurücklehnen. SO macht man sich UNSTERBLICH!

Erschienen auf: http://www.bleeding4metal.de/index.php?show=review_de&id=4380

Punkte: 9.5 / 10


Empires Of Eden: Channelling the Infinite

Audio CD

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Tracklist:

  1. Cry Out (Feat. Rob Rock)
  2. Hammer Down (Feat. Udo)
  3. This Time (Feat. Steve Grimmett)
  4. Channelling The Infinite (Feat. Sean Peck)
  5. Lions For Lambs (Feat. Alessandro Del Vecchio)
  6. Cyborg (Feat. Carlos Zema)
  7. World On Fire (Feat. Louie Gorgievksi)
  8. Your Eyes (Feat. Mike Dimeo)
  9. Born A King (Feat. Danny Cecati)
  10. As Flames Scorch The Ground (Feat. Vo Simpson)
  11. White Wings (Feat. Ronny Munroe)
  12. Hammer Down All Star Version (Feat. Udo, Rob Rock, Sean Peck ...)
  13. Born A King (Feat. Sean Peck)
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