Gravehammer (2011) - ein Review von Akhanarit

Vore: Gravehammer - Cover
1
Review
2
Ratings
8.50
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Death Metal


Akhanarit Avatar
07.08.2012 11:05

VORE stammen aus Fayetteville, Arkansas, USA und die Bandgründung reicht bereits bis ins Jahr 1994 zurück. Aus den Überresten der Band MAUSOLEUM formierten sich VORE um Frontmann Page Townsley, der auch gleichzeitig die Gitarre bedient, und mit Jeremy Partin (Bass) und Remy Cameron (Drums) eine seit Jahren stabile Besetzung rekrutieren konnte, die traumhaft aufeinander eingespielt klingt. In Bezug auf Plattenfirmen sah es jedoch äußerst mau aus und so machte die Band alles in Eigenregie, was gewissermaßen einen überschaubaren Bekanntheitsgrad impliziert. "Gravehammer" ist nun schon (oder erst, je nachdem in welchen Maßstäben man hier denken möchte) das dritte Album der Band und erschien eigentlich schon 2011. AFM Records aus Hamburg fanden die Band aber offenbar so gut, dass VORE umgehend unter Vertrag genommen wurden und somit erscheint "Gravehammer" nun weltweit als Re-Release. Puristen dürfen sich sogar über eine LP-Version freuen.

Man kann das Label nur beglückwünschen, haben sie doch hier wahrhaftig ein feines Gespür bewiesen. Die Amis bieten auf diesem Album feinen Death Metal mit starkem Fokus auf prägnanten Riffs, einer doomigen langsamen Attitüde und einem Sinn für Passagen mit Wiedererkennungswert. So ziemlich jeder Song (das Instrumental 'Uroboros' mal ausgenommen) besitzt diese markanten Stellen, so dass man sich schon beim zweiten Durchlauf der Scheibe bei einem Treffen mit vermeintlich alten Bekannten wähnt. Eine Begegnung, die definitiv erfreut. Vorausgesetzt, man mag es auch gern mal etwas zähfließend und ist nicht auf der Suche nach einer Band, die alle Geschwindigkeits-Rekorde zu brechen versucht. Dieses Klientel wird mit VORE nicht glücklich werden. Allen anderen möchte ich unbedingt mal ans Herz legen, sich das mächtige 'Doomwhore' anzuhören. Es ist doch immer wieder faszinierend, wie facettenreich Death Metal sein kann.

VORE klingen wie eine Mischung aus TORTURE KILLER und CELTIC FROST, schreiben mächtige Songs (am liebsten mit Überlänge) und sollten schleunigst mehr Beachtung finden. Sonst wird man auf einmal völlig unvorbereitet überrollt und weiß noch nicht mal, wovon. Nochmal für Genießer: 'G-R-A-V-E-H-A-M-M-E-R'!!! Cooles Brett.

Erschienen auf: http://www.bleeding4metal.de/index.php?show=review_de&id=4413

Punkte: 9 / 10


Vore: Gravehammer

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Tracklist:

  1. The cruelest construct
  2. The unseen hand
  3. Doomwhore
  4. Uroboros
  5. Gravehammer
  6. The claw is the law
  7. Progeny of the leviathans
  8. Throne to the wolves
  9. Sacerdotum tyrannis
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