D:\evolution (2011) - ein Review von gravedancer

Absurdity: D:\evolution - Cover
1
Review
1
Rating
4.00
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Death Metal, Metalcore


gravedancer Avatar
22.07.2012 18:56

ABSURDITY nennt sich eine bereits 2001 in Straßburg (Frankreich) gegründete Deathcore Band. Zu Beginn musizierte man von alten SEPULTURA, CARCASS sowie BOLT THROWER beeiflussten Death Metal. Davon hört man auf dem ersten offiziellem Full Length leider nicht mehr viel. Die Band bezeichnet ihren Stil selbst als "Massive Moshing Death Metal"..., doch Metaller werden wohl selten Freude an dieser Musik finden. Rein musikalisch befindet man sich teilweise mehr im Metalcore. Dazu tragen vor allem die unheimlich langweiligen aber eben genretypischen gedämpften Riffs auf der E-Saite bei ('Concrete Brain'; 'Sneaking Data'; 'Logicial War Process' und in fast allen anderen Songs auch), allerdings fehlen die cleanen Gesangparts (Gott sei Dank!). Der Gesang erstreckt sich von tiefen Growls, über rauhe Shouts, bis hin zu aggressiven Screams. Auch die Instrumentenfraktion versucht das Album sehr abwechslungsreich zu gestalten. So gibt es des öfteren tolle Thrash-Parts, gespickt mit den typischen Thrash-Blastbeats ('A Taste Of...'), oldschoolige Death Metal Riffs ('Scorn & Ignorance'), sehr groovige Double-Bass-Passagen ('D:\evolution'), natürlich auch reichlich schnellere Blast Beats ('Rewind', das Main Riff hat man sich von SLAYER abgeguckt...) und hin und wieder auch mal ein melodisches Riff ('Concrete Brain'). Die jeweils genannten Songs sollen nur als Beispiel dienen. All die aufgezählten Elemente kommen gut verteilt auf dem gesamten Album zum Vorschein. Das klingt zwar jetzt alles irgendwie schön und gut, ist aber bekanntlich Standard im Metal-/Deathcore-Bereich. Letzten Endes hat man hier elf Nummern konserviert, die in der Veröffentlichungsflut des -Corehypes komplett untergehen, weil sie alle schon auf unzähligen anderen Alben veröffentlicht wurden, nur besser. Mit 'Fall Out' und 'The Ultimate Carnivore' sind dann auch zwei absolut überflüssige - weil langweilige - Instrumentals enthalten.

Ich gehöre wirklich nicht in die -Core-Zielgruppe, allerdings habe ich zig Bands dieses Genres gehört, die ihre Sache innovativer darbieten. ABSURDITY spielen sauber, keine Frage, doch allein schon die zahlreichen uninspirierten monotonen Metal Core-Riffs lassen mich nach kürzester Zeit einnicken. Wer eine richtig gute Deathcore-Band hören möchte, dem würde ich z.B. DYING HUMANITY ans Herz legen. Die spielen in jedem einzelnen Song Sachen zusammen, die man hier auf dem kompletten Album nicht findet.

Anspieltips: 'A Taste Of...' und 'Rewind' (weil das Strophenriff nach SLAYER klingt...kommt schon, jeder mag SLAYER)

Punkte: 4 / 10


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