Tears Fall Down (2010) - ein Review von woifal

My Inner Wealth: Tears Fall Down - Cover
1
Review
1
Rating
7.00
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Rock Alternative Rock


07.08.2012 17:16

Die Rock-Truppe "My Inner Wealth" aus dem schönen Kärnten, die sich selbst gerne als "New breed of rock" bezeichnet, veröffentlichte 2010 ihre erste Full Length-Platte "Tears Fall Down" und versuchte damit, ein schon lange gesättigtes Genre neu aufleben zu lassen. Ob das möglich und ihnen gelungen ist, schauen wir uns gleich mal an...

Bei "Tears Fall Down" hätte ich in erster Linie an eine tiefemotionale Platte mit drückenden, schweren Songs gedacht, doch das Album beginnt weit fetziger, als ich es mir vorgestellt habe. Die ersten Tracks möchte ich mal ganz ungeniert als Party-Rock/Metal bezeichnen, denn sie reißen mit und animieren zum Kopfnicken. Nachdem die ersten Spielminuten jedoch vorbei sind, schwenkt die ganze Sache aber in eine andere Richtung und es wird etwas tiefer, gefühlvoller und – ich sage mal – "nachdenklicher". Tonal und emotional drückend bieten sich die Lieder in der Mitte des Rundlings, der Feier-Laune-herbeiführende Pepp wird etwas in den Hintergrund gerückt und der Ersteindruck bestätigt sich etwas. Doch auch inmitten dieses "Gefühlsabsturzes" rollen so manche Liedabschnitte regelrecht durch die Anlage, wodurch das rockige Feeling durchgehend erhalten bleibt. Auch hat man auf "Tears Fall Down" Platz für ein paar feine Gitarrensoli gelassen, die zwar nicht erwartungsgemäß Hard Rock-like ausgefallen sind, sich aber dennoch wunderbar in das Konstrukt der Songs eingliedern.
Viel Neues gibt es nicht zu entdecken, nichtsdestotrotz empfinde ich "Tears Fall Down" der österreichischen "My Inner Wealth" aber als eine gelungene Rock-Scheibe, die sich im Bekannten bestens einreihen lässt. Großartige Kritikpunkte gibt es nicht anzuführen – es ist einfach ein gutes Stück Musik geworden. Zur (sound)technischen Umsetzung des Albums kann man nur sagen, dass diese ebenfalls geglückt ist. Hier wurde definitiv ordentlich gearbeitet und auf zu neumodische Spielereien verzichtet, was den guten, alten Rock dahinter schön hervorhebt. Der Schlagzeug- und Bass-Sound ist fett, die Gitarren in den jeweiligen Passagen richtig fetzig und die oftmals zweistimmigen Vocals ebenfalls sauber eingearbeitet.

Ein bisschen mehr Eigenheit und Charakteristik würde ich mir von den Kärntner Musikerkollegen noch wünschen, damit sie auf ihren ganz eigenen Weg kommen und etwas mehr aus der Masse herausstechen. Das Fundament ist gelegt und es ist kein schlechtes, aber welcher Band hat der eigene, prägnante Stempel denn schon geschadet? Weitermachen, Burschen. Richtige Richtung!

Wolfgang / RottingHill.at

Punkte: 7 / 10


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