Most Wanted (2009) - ein Review von Monolith

Mok: Most Wanted - Cover
1
Review
1
Rating
2.00
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Rap/Hip Hop


Monolith Avatar
24.03.2016 22:20

Wenn es um MoK geht, wird gerne mal über "Realness" gesprochen. Zumindest ist dies meist der Fall, wenn man sich Tracks von ihm anhört, falls man überhaupt mal Tracks von ihm hört, oder über ihn redet.

Klar, für diejenigen, die ihn kennen, steht das wohl eher im Vordergrund als der Rap. Für mich allerdings scheint das eher so, als wolle man mit dem Gequatsche über die Realness einfach davon abschweifen, dass der Rap, den MoK macht, austauschbar und überflüssig ist.

Ich bin weiß Gott keiner, der gezwungen auf 10-fach-Reime und durchgedrehte Vergleiche und irgendwelche geniale Punchlines besteht, meistens geht es einfach nur darum, dass ein Rapper wiedererkennbar ist. Und MoK ist das genaue Gegenteil davon.
In jedem Dorf findet man mittlerweile Rapper, die so klingen wie er und das hat nichts mit Trendsetter oder sowas zu tun. "Most Wanted" macht hier keinen Unterschied.

Es ist wirklich witzig mit anzuhören, wie jemand überhaupt keine Ahnung hat, was er rappen soll, aber dennoch sich enorm bemüht auf hart zu machen. Erinnert entfernt an Celo und Abdi, aber das wäre den beiden Jungs nicht gerecht. Die haben mittlerweile einen eigenen Rapstil entwickelt, der einfach durch seine Einfachheit glänzt und durch die Rapart unterhält. MoK versucht auf Gedeih und Verderb irgendwas zu rappen und scheitert dabei.

Immerhin, die Beats sind gut, die Gastparts hin und wieder ganz nett und die Stimme von MoK ist auch nicht schlecht. Aber ich möchte einen Rapper durch seine Texte wiedererkennen nicht nur durch den Klang. Und nach 7 Jahren Rap sollte man wenigstens irgendwelche Fortschritte irgendwo gemacht haben.

MoK ist selbst an dem Punkt stehengeblieben, dass er sein Album mit Disstracks vollschmiert. "Gemein wie 10" geht an Bushido "Mr. Lover Lover" an Farid Bang. Ersterer ist etwas ernster, der Zweite gezwungen witzig. Das ist ein Zeugnis von kreativer Armut, wie das damals bei "Fick M.O.R." der Fall war.

Die besten Zeiten hatte MoK bei der Sekte, da man ihn immerhin nicht ganz alleine hören musste. Jetzt, wo sich die Gruppe aufgelöst hat, ist auch MoK überflüssig geworden. Ein Soloalbum von ihm ist daher immernoch entbehrlich und es ist nur ratsam, dass der Gute sich doch eher einen Job suchen sollte.

Punkte: 2 / 10


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