Silence (2012) - ein Review von gelal

Nachtvorst: Silence - Cover
1
Review
1
Rating
8.00
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Black Metal


gelal Avatar
22.08.2012 14:21

Die Niederländer Nachtvorst haben beim Italienischen Label code666 unterschrieben und veröffentlichen dieser Tage ihr Debüt „Silence”. Experimental Black Metal wird mir angekündigt und das ist es auch. Die beiden Protagonisten vertonen die „Stille“ mit 6 Stücken, welche zwischen schweren Doom Metal, „The Serpent´s Tongue“, und kaltem brachialem Black Metal, „Nightwinds“, zu Hause sind. Dazwischen gibt es mit „After…“ ein zerbrechlich anmutendes Klavier Intermezzo, welches mit Streicher angereichtet wird und mit „…before“ ein Intermezzo, welches mit elektronischem Touch und mit Samples versehen daherkommt. Das Album schließende „A Way Of Silence“ ist eine fast 14 ½ Minuten lange Nummer, welche wie eine Mischung aus den oben erwähnten Doom - und Black Metal Stücken anmutet. Sie hat ein prägendes Riff, welches monoton fast durch den ganzen Song reitet. Die Nummer scheint sich irgendwie immer weiter hochzuschaukeln, ohne dabei den Höhepunkt zu erreichen. Im Gegenteil wenn man vermutet, gleich geht´s los, passiert genau das Gegenteil. Der Song wird schleppend und hält inne. Das Monotone Riff verschwindet und ein ruhiges, fast zerbrechliches Gitarrenspiel erklingt. Ein zartes Schlagzeug und eine klare Basslinie verschmelzen damit dann zu einer sanften Melodie, welche allerdings eine dunkle Atmosphäre aufzuweisen hat. Im Hintergrund gibt es heisere, weit entfernte Schreie bevor der kehlige, raue Gesang einsetzt. Im Letzten Drittel der Nummer begibt man sich dann wieder zurück an den Anfang, das Riff kommt wieder und die restlichen Instrumente vereinen sich zu einer beängstigenden kraftvollen Wand. Es hat den Anschein als würde alles auf einen einstürzen, bevor es rasend und in brachialer Black Metal Manier zum Finalem Höhepunkt kommt. Diese Letzte Stück ist das absolute Highlight der Platte und allein dieser Song rechtfertig den Kauf der Scheibe.
Die relativ druckvolle Produktion und der gute Mix geben dem Album auch die nötige Präsents für die heimische Stereoanlage und sollte vor allem den Subwoofer zum „hüpfen“ bringen.

Fazit: Nachtvorst haben mit „Silence“ ein Album welches den Ausdruck experimental zwar verdient, es aber damit nicht übertreibt. Hauptsächlich gibt es hier eine Mischung aus Doom- und Black Metal. Die, sicher nicht sofort zündende, Musik ist handwerklich gut gemacht und vor allem das alles überragende, abschließende Stück „A Way Of Silence“ beweist das Talent der Band für gutes Songwriting. Wenn die Jungs mal eine Scheibe machen die nur aus solchen Nummer besteht, wäre das wohl das Überalbum schlechthin. Das hier ist schon mal ein guter Vorgeschmack auf das, was uns in Zukunft eventuell noch erwartet.

Punkte: 8 / 10


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