Hypnos Heretic Commando - Rise Of The New Antikrist (2012) - ein Review von walzenstein

Hypnos: Heretic Commando - Rise Of The New Antikrist - Cover
1
Review
1
Rating
9.00
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Metal Death Metal


walzenstein Avatar
05.04.2018 11:10

HYPNOS sind 1999 aus den legendären KRABATHOR heraus entstanden. So weit so gut. Fakt ist, dass die Tschechen im Jahre 2005 ihr letztes Album herausbrachten und danach war Schicht im Schacht. Aufgelöst haben sie sich zwar nicht, aber hatten mit einigen Besetzungsproblemen zu kämpfen und somit wurde es ruhig um HYPNOS.

2012 melden sie sich eindrucksvoll mit "Heretic Commando - Rise Of The New Antikrist" zurück. Im Gegensatz zu den letzten Alben präsentiert sich das Trio reifer und eindeutig technischer, ohne jedoch den Oldschool-Stil zu verlieren.
Die Jungs besitzen das Talent, ihre Musik so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten, ohne den sogeannten roten Faden zu verlieren. So beginnt das Album gleich mit einem Nackenbrecher, der sich gewaschen hat. Und mit diesem Song wird auch gleich festgelegt, was den Hörer erwartet: anspruchsvoller, oldschool Death Metal; intelligent arrangiert und mit guten Texten. So behandeln HYPNOS bei "Inverted/Chasing The Apostels" (von dem es auch einen offiziellen Videoclip gibt) z.B. das Holocaust-Thema. Während dann "Alliance Of Snakes/Reptilian Conception" mit Highspeed-Phasen ausgestattet ist, kommt mit "In Love with Death" ein fast schon doomiger Track. Mit heiserem Flüster-Gesang und geilem Riffing, fräst sich der Song in den Gehörgang. Mein persönliches Highlight. Nach einem kurzem Interludium geht es dann mit "Extremely Dark Days" weiter. Wummernder Bass, trifft auf teilweise disharmonische Gitarren und auf ein Gewitter an Double-Bass-Attacken. Im Laufe der Spielzeit entpuppt sich dann "Versus The Void" als Ohrwurm.

"Heretic Commando - Rise Of The New Antikrist" sollte sich wirklich jeder Oldschool-Death Metal-Fan zulegen. HYPNOS sind wohl eine der unterbewertesten Bands dieses Genres und das, obwohl sie sich nicht hinter "größeren" Bands, wie VADER, ASPHYX oder BEHEMOTH zu verstecken brauchen. Die Produktion ist wirklich fett und so kommen die Songs richtig gut rüber. Dieses Album zieht einen von der ersten Minute an in seinen Bann und lässt einen dann auch nicht mehr raus. Eine sehr kurzweilige Scheibe, die echt Bock auf mehr macht.
Als Bonus gibt es dann noch eine DVD, die Live-Mitschnitte, o.a. Videoclip etc. beinhaltet. Absolut zu empfehlen!

Punkte: 9 / 10