Initium (2010) - ein Review von iwill zähnchen

Rising Storm: Initium - Cover
1
Review
2
Ratings
9.25
∅-Bewertung
Typ: Single/EP
Genre(s): Metal Heavy Metal, Power Metal, Progressive Metal


iwill zähnchen Avatar
07.06.2012 09:36

Liebe Freunde des anspruchsvollen Heavy Metals, darf ich vorstellen: RISING STORM aus Neubrandenburg! Diese Band schafft es Grave Digger, Iced Earth und ein wenig Dream Theater zu einem mitreißendem Cocktail zu vermengen, an dem man sich stundenlang laben kann, ohne das es langweilig wird. Der Opener und Titeltrack INITIUM, ein etwas über zweieinhalb Minuten langes Instrumentalstück, deutet durch die anfänglichen (Keyboard)Streicher, die dann einsetzenden E-Gitarren und den majestätischen Keyboards im Hintergrund großes an. Mit dem zweiten Stück IRON FAITH, einer hammergeilen Mischung aus Grave Digger und Iced Earth muß der Hörer dann aber schon aufpassen, das er sich beim runterkippen der Kinnlade nicht den Unterkiefer ausrenkt. Denn nicht nur, das man erstklassige Musiker in den Reihen hat und es durch ausgefeilte Arrangements schafft, Härte und Melodic perfekt zu verbinden, man hat mit Karl Bormann auch noch einen Sänger von Weltklasseformat in den Reihen, der stark und düster in den aggressiven Tonlagen, aber auch in den Höhen kräftig klingt und absolut treffsicher ist! TRAIL OF THE SUN ist ein von melodischen, aber dennoch mit der nötigen Gewalt getragenen Gitarren ausgestatteter Song, der vor allem an Iced Earth erinnert. Der Mittelpart und der Gesang reißen einen dabei fast noch mehr mit als die fein akzentuierten Breaks! Bei FEAR IN THE SKY denkt man bei den Gitarren anfänglich wieder an Iced Earth, schwenkt dann aber Richtung Teutonstahl um und führt einen zu einem aber sowas von eingängigem Refrain, der zum mitsingen anregt, das ich einen Ohrgasmus bekomme. Bei AVENGER stechen vor allem die Melodie- und Dynamikwechsel heraus, die dann auch noch bangerfreundlich sind, aber wer will kann auch die Kopfhörer zücken. Und der epische, ruhige Mittelteil spricht für sich und zeigt, das auch der Nachwuchs reife Liedchen dichtet. Wer es etwas verfrickelt mag, der kommt zum Abschluss mit dem Highlight SAINTS OF PERCEPTION dann auch noch voll auf seine Kosten.Sowohl Songwriting, Arrangements als auch der Gesang lassen nicht mal ansatzweise ahnen, das es sich hier um eine Nachwuchscombo handelt. Das gilt für das ganze Debüt und auch in Sachen Wiedererkennungswert.

Punkte: 9 / 10


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