Stone Magnum (2011) - ein Review von woifal

Stone Magnum: Stone Magnum - Cover
1
Review
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Rating
7.00
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Doom Metal


24.02.2013 20:43

"Stome Magnum" ist das Einstandswerk der amerikanischen, gleich benannten Band, die sich im Jahr 2010 formiert hat. Zwar gab es bislang erst ein Demo zum Hineinhören, aber in ihrer Heimat haben sie sich durch rege Bühnenpräsenz bereits einen gewissen Namen erspielen können. Unbekannt sind sie im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, oder zumindest in ihrer Region also nicht mehr, und mit dem vorliegenden Debüt-Album wollen sie nun noch einiges mehr an Bekanntheit an sich reißen.

Erbaut wird "Stone Magnum" durch Old School-Riffs der Sparte Heavy Rock, die mit einem gesunden Hauch von Doom Metal den Kern der Platte bilden. Großteils zeigen sich diese sehr träge und schleppend und fahren nur ab und an mal mit einer höheren Geschwindigkeit auf. Die Vocals fallen sowohl mal winselig, als auch räudiger aus, und vor allem beim Track "Rolling Storm", der mir neben "Fallen Priest" oder auch "Grave Of Cryptic Sorrow" auf dieser Platte übrigens sehr gut gefällt, ähnelt die Stimme der von Herrn Ozzy Osbourne teilweise sogar sehr. Nicht immer sitzt der Ton von Sänger und Gitarrist Dean Tavernier perfekt, was aber durchaus auch von der grundsätzlichen Stilistik dahinter rühren kann. Für mich war der gute, alte Rock/Metal aber noch nie das non plus ultra an klinischer Reinheit und Perfektion, und nachdem hier ja nahezu eine Hommage an die damalige Zeit vorliegt, verleiht das der ganzen Sache einfach auch einen gewissen Charme.
Kompositorisch geht es auf "Stone Magnum" eher langsam, sehr drückend zu und nur selten erhöht sich das Tempo. Die obligatorischen Soli dürfen auf einem Album dieses Genres natürlich nicht fehlen und werden auch sehr großzügig eingesetzt. Sie fügen den grundsoliden, wenn auch noch nicht herausragenden Songs eine ordentliche Würze zu, sind abwechslungsreich, klingen inspiriert und beschränken sich nicht auf das Hoch- und Runtersteigen von Tonleitern. Die Songs weißen allesamt eine eigene Herangehensweise auf und unterscheiden sich in deren Aufbau. Auch der Einsatz der Instrumente und der Stimme variiert immer wieder, wodurch in den knapp mehr als 42 Minuten Laufzeit keine unangenehmen Wiederholungen vorkommen. Die Tracks sind zwar in sich geschlossen und an jeder Stelle wiederzuerkennen, aber keiner gleicht dem anderen zu sehr. Ab und an und nur bei manchen Stücken überkommt die Titel jedoch eine Langatmigkeit und die gewissen Hooklines, die viele alte Stücke zu wahren Meisterwerken gemacht haben, könnten insgesamt noch etwas präsenter sein. Dass die sieben Lieder deswegen aber nicht hörenswert sind, sage ich nicht. Vor allem die Refrains und Mainriffs bleiben ein gutes Weilchen im Kopf hängen, also kann von einem guten Ansatz gesprochen werden. Was die Umsetzung des Materials betrifft ist ebenfalls zu sagen, dass hier von technischer und spielerischer Seite sehr gut gearbeitet wurde.

Stilistisch eine Hommage an die Musik vergangener Tage abzuliefern, ist sicherlich nicht über die Maßen innovativ, aber "Stone Magnum" bestechen mit einer ausreichenden Portion Abwechslung und erkennbarem, eigenem Stempel. Die amerikanische Band hat mit ihrem Debüt soliden Heavy Rock/Metal dargelegt, wie man in von den Urvätern des Genres im Allgemeinen bereits kennt. Der doomige Einschlag in Stilistik und Klang verleiht dem Material noch mal einen sehr feinen Charakter und es ist auch nicht so, als läge hier eine bloße Kopie vom Bekannten vor. Eine uneingeschränkte Empfehlung vermag ich zwar nicht auszusprechen, aber wer sich in dieser Stilrichtung zurechtfindet, sollte auf jeden Fall ein Ohr riskieren.

Wolfgang / RottingHill.at

Punkte: 7 / 10


Sly: Dance to the Music

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Tracklist:

  1. You're My Only Love
  2. Heavenly Angel
  3. Oh What A Night
  4. You've Forgotten Me
  5. Yellow Moon
  6. Honest
  7. Nerves
  8. Help Me With My Broken Heart
  9. Long Time Alone
  10. Uncle Sam Needs You My Friend
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