Kingdom (2012) - ein Review von Akhanarit

Watch Me Bleed: Kingdom - Cover
1
Review
1
Rating
8.50
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Death Metal, Metalcore, Melodic Death Metal


Akhanarit Avatar
25.05.2012 12:38

Im Jahre 2009 veröffentlichten WATCH ME BLEED ihr Debütalbum "Souldrinker", welches der Band etliche gute Reviews, aber auch diverse Konzerte und Festivalauftritte einbrachte. Mit "Kingdom" will die Band ihr Erstlingswerk nun toppen. Da ich allerdings das Debüt nicht kenne und auch vorher noch nie etwas von der Band gehört hatte, ging ich ganz ohne eine vorgefertigte Meinung an dieses Album heran und ich muss wirklich sagen, dass mir "Kingdom" richtig gut gefällt. Zwar hat sich die Band sogenannten "Modern Metal" auf die Fahnen geschrieben, doch davon sollte man sich auf keinen Fall täuschen lassen. Es handelt sich hier um einen Hybrid aus Death- und Thrash Metal, angereichtert mit einer Prise Deathcore, etwa vergleichbar mit ALL SHALL PERISH zu "Hate.Malice.Revenge"-Zeiten. Die Band selber nennt Einflüsse von LAMB OF GOD, PANTERA und AMON AMARTH, wobei ich letztere beiden Vergleiche doch etwas weit hergeholt finde. Vor meinem inneren Auge zogen eher Truppen wie frühe FEAR FACTORY oder auch TORTURE KILLER vorbei. Allerdings sind dies immer nur vereinzelte Momente, denn WATCH ME BLEED haben all diese Zutaten in einen Mixer geworfen und kochen ihr eigenes Süppchen. Und das auf verdammt hohem Niveau.

Wenn ihr die Band noch nicht kennt, hört euch mal den Titelsong an, dessen Atmosphäre einen beinahe in Ehrfurcht erstarren lässt. Viel Groove und Melodie durchziehen die Songs, was nicht zuletzt an Gitarrist Markus Pohl (MYSTIC PROPHECY) liegt. Dass dieser Mann ein Gespür für sein Instrument hat, hat er ja bereits mehrfach bewiesen. Das Ganze gipfelt dann in Brechern wie 'Sons Of Fenris' und natürlich dem überragenden 'Judgement'. Songs, die keine Wünsche mehr offen lassen. Je öfter ich dieses Album höre, desto besser gefällt mit diese Mixtur aus Death und Thrash, wobei der Death Metal-Faktor eindeutig überwiegt. WATCH ME BLEED bedienen sich der Macht der zwei Vokalisten Chris Rodens (Screams und Whispers) und Alex Gindu (Growls und Grunts). Dieses Wechselspiel passt wie die Faust auf's Auge und vermengt sich zu einer absoluten Einheit. An den Drums verbirgt sich sogar noch ein weiterer Name, der so manchem von euch bekannt sein dürfte: Steffen Theurer (ex-SYMPHORCE)! Der Mann hackt mit einer Energie auf sein Kit ein, dass es eine Wonne ist.

Ein klein wenig Kritik muss an dieser Stelle aber auch noch gestattet sein, ohne die dieses Review "Kingdom" nicht komplett erfassen würde. Die Whisper-Parts wirken nicht wirklich gelungen und schmälern bei so manchem Song meine Euphorie. Zumal es sich hier nicht mal wirklich um Flüstern handelt (was mit etwas Hall auf dem Mikro durchaus seinen Reiz hätte), sondern aufgrund des leichten Basses in der Stimme mehr einem Raunen gleichkommt. So, wie es hier feilgeboten wird, wirken manche Passagen einfach unrund und verbesserungsbedürftig. Als Nächstes empfinde ich drei Instrumentalstücke als etwas viel, zumal sich zwei davon mitten im Album verstreut wiederfinden. Zum Abschluss gibt es dann auch noch ein Spoken-Word-Outro. Hier wäre weniger dann doch mehr gewesen.

Erschienen auf: http://www.bleeding4metal.de/?show=review_de&id=4241

Punkte: 8.5 / 10


Watch Me Bleed: Kingdom

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Tracklist:

  1. The Rising Tide (Intro)
  2. The World Stops Moving
  3. Here Come The Red
  4. War Calls Us
  5. Blackest Of The Black (Interlude)
  6. Kingdom
  7. Rack The Slide
  8. Death And Pain
  9. A Question Of Honor (Interlude)
  10. Judgement
  11. Sons Of Fenris
  12. From Down Below
  13. Let Them Try
  14. Will You Stand With Me (Outro)
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