Queensrÿche (1983) - ein Review von Monolith

Queensrÿche: Queensrÿche - Cover
1
Review
31
Ratings
9.24
∅-Bewertung
Typ: Single/EP
Genre(s): Metal Heavy Metal, Power Metal, Progressive Metal, Melodic Metal


Monolith Avatar
08.05.2016 14:22

Mit vergleichsweise einfachen Riffs und höchst vokalbelastet knallten Queensryche einer Abrissbirne ähnlich in die langsam aufblühende Szene des Metals. Natürlich hatte man nach solchen Meilensteinen wie "British Steel", "The Number of the Beast" und "Screaming for Vengeance" eine Masse an Mitläufern dazu animiert, es den Stahtkolossen Judas Priest und Iron Maiden nachzumachen. Entsprechend jagten Queensryche dann aber ein Jahr später mit ihrer selbstbetitelten EP dann doch die Messlatte ein paar Meter höher, was nicht zuletzt an Geoff Tates überragendem Gesang lag. In Seattle dürfte mit der Veröffentlichung dieser Scheibe zu der Zeit wohl vor allem jeder Maidenfan einen Orgasmus gehabt haben, der mit rund 21 Minuten wohl den Sex mit jedem Männchen/Weibchen überflüssig machte, so leidenschaftlich, die Queensryche auf dieser EP die von Maiden im Vorjahr gesetzten Maßstäbe auf die Spitze trieben.

Natürlich wäre es unfair nur Geoff Tate wegen seines Gesangs auf dieser EP zu erwähnen, denn die ganze Band vollendete hier ein Werk, in dem man wohl wirklich alles finden konnte, was man als Fan der ersten Stunde des Heavy Metals wohl wünscht. Ich höre hier Speed Metalriffs auf dem ersten Song "Queen of the Reich" heraus, treibende Riffs auf "Blinded", dem Lied auf dem Geoff Tate mit seinem Gesang Rob Halford wohl am nächsten kommt und dann ein "Children of the Damned" Tribute namens "the Lady wore black", auf dem man Queensryches Verliebtheit in Maiden wieder klar heraushören kann.

Und darum ist die EP für mich auch keine 10 Punkte wert, auch wenn sie alles besitzt, was man als 80er Metalfan wohl so lieben dürfte. Aber leider waren Queensryche bis zu ihrem '88er Output "Operation: Mindcrime" größtenteils ein Maidenabklatsch, weshalb ich "Queensryche", "The Warning" und einen gehörigen Teil von "Rage for Order" nie mit einer solchen Euphorie hören und genießen konnte, wie ihre späteren Werke, auf dem sie dann doch Fuß in eigenen Ideen und Gefilden gefasst haben. Da kann auch Geoff Tate mit seiner übertrieben lebhaften Stimme nicht viel ändern, schon gar nicht, wenn er stark in Richtung Bruce Dickinson geht. Leider leider.

Eine Kaufempfehlung würde ich hier dann garantiert für Geoff Tate selbst aussprechen, der sich diese EP anhören und sich dann mal in Grund und Boden schämen sollte, für den Murks, den er heute als Gesang bezeichnet. Ich möchte nur nochmal daran erinnern, dass er und Bruce Dickinson im gleichen Alter sind. So, jetzt vergleicht die Gesangsleistung auf "Book of Souls" mit der Gesangsleistung auf "the Key". Und Dickinson hatte Zungenkrebs hinter sich. Also, Tate, nur für den Fall, dass du dich fragst, warum deine Auftritte mittlerweile von deinen ehemaligen Fans gemieden werden. Die "Storming Detroit" kann ich dir auch empfehlen, die unter dem Banner deiner ehemaligen Arbeitgeber veröffentlicht wurde, falls du mal wissen willst, was du früher mal hauptberuflich warst. Ja, genau, Sänger, keine halbkaputte Polizeisirene.

Punkte: 8.5 / 10


Queensryche: Queensryche

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Tracklist:

  1. Birthday
  2. Slow Down
  3. Stars Dance
  4. Like A Champion
  5. Come & Get It
  6. Forget Forever
  7. Save The Day
  8. B.E.AT.
  9. Write Your Name
  10. Undercover
  11. Love Will Remember

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