Of Klynt And Man (2012) - ein Review von woifal

Klynt: Of Klynt And Man - Cover
1
Review
2
Ratings
7.00
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Heavy Metal


08.12.2012 11:59

Who the fuck is "Klynt"? Ganz einfach: Ein paar big-balled Grazer Metalheads, die ihr Schaffen selbst gerne als "Proll Power Thrash" definieren. 2011 setzten sie mit ihrem selbstproduzierten Demo "Epic As Fuck" den ersten Fuß auf thrashernen Grund. Im selben Jahr noch packten sie ihr Debüt-Album an, das schließlich im März 2012 veröffentlicht wurde.

Also wenn das mal keine nette Aufmachung für ein Album ist! Die CD glänzt mit einem richtig tollen, eigentlich witzigen Cover, das mir wirklich gut gefällt. Einmal das gute Stück gewendet, entdeckt man die Tracklist, die auch eher spaßige Titel wie "LAWL!" und "PROLLogue" beinhaltet. Haben es die Burschen von "Klynt" bei dieser Veröffentlichung nicht allzu ernst gemeint, oder liegt es in ihrer Natur, ihren Spaß an der Musik einfach auch bildlich zu präsentieren?
Eines sei vorweg gesagt: Was auf "Of Klynt And Man" geboten wird, ist alles andere als ein Witz. Hier wird ordentlich Metal gemacht, und zwar kein schlechter. Thrash Metal von einer seiner besten Seiten bildet den Kern des Albums, aber auch andere Einflüsse wie ein bisschen "Moonspell" in den ruhigen Teilen konnte ich der Platte beim Lauschen entnehmen. Wir haben hier eine kurzweilige Scheibe vorliegen, die zwar nicht mit sonderlich außergewöhnlichen, aber doch recht guten Riffs, ein paar schön gesetzten Breaks, einer variantenreichen Stimme und ein paar ruhigeren Passagen auffährt. Abwechslung ist also da und die gut produzierten Songs machen von vorne bis hinten Spaß beim Durchhören. So bieten "Klynt" eine Scheibe, die melodische wie pure, metallische Seiten hat, dabei sauber und druckvoll, aber nicht zu klinisch rein klingt. Der Sound ist fein gewählt, die Abmischung hat bestens geklappt und, wie gesagt, nett aussehen tut die ganze Sache auch noch.
Aufs Wesentliche – also die Musik – reduziert, ist "Of Klynt And Man" sicherlich nichts Bahnbrechendes oder Neues. Es ist jedoch ein Album, das sich im bekannten Rahmen bewegt, dort aber nicht in der Ecke zu stehen hat, sondern sich schon mal protzig aufrichten kann um seine "Biggest Balls" zu zeigen. Die Burschen rund um "Klynt" haben sich hörbar Mühe bei den Kompositionen gegeben und auch die Freude an der Musik ist spürbar. Das ist in meinen Augen schon mal viel wert und ebnet den Weg für weitere gute Veröffentlichungen.

Wenn es die österreichische Thrash Metal-Partie schafft, den Spaß am Musizieren beizubehalten und dadurch weiterhin solide Songs zu schreiben, dann sehe ich hier eine absolut positive Zukunft. Wie bereits erwähnt, darf man sich keinen Durchbruch in der Metal-Geschichte erwarten, doch ein bodenständiges Album, das dem Freund des im Genre Bekannten durchaus zusagen wird. An die "Klynts" sei gerichtet: Weitermachen!

Wolfgang / RottingHill.at

Punkte: 7 / 10


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