Brace For Impact (2012) - ein Review von gelal

Gun Barrel: Brace For Impact - Cover
1
Review
6
Ratings
7.75
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Heavy Metal


gelal Avatar
22.08.2012 14:09

Die Kölner Gun Barrel melden sich knapp vier Jahre nach ihrem letzten Studio Album "Outlaw Invasion" mit neuem Sänger(Patrick Sühl) und neuem Material zurück.
"Brace For Impact" bietet altbewährte Gun Barrel Kunst. "Schmutzig" und ziemlich "rotzig" vorgetragene Hardrock Hymnen. Die Titelnummer "Brace For Impact" oder auch "Dancing On Torpedos" gehen zielgerichtet nach vorn und machen direkt von der ersten Note an Spaß. Treibende Drums, straighte Gitarren und einen Groove welcher das Bein direkt zum zucken bringt, zeichnen diese Nummern aus. Der "Neue" macht dabei auch am Mic eine gute Figur und zeigt sein Gesangstalent. Die mit Blues-Touch versehene Nummer "Start A Riot", welche bei der Gitarrenarbeit ein wenig an AC/DC erinnert, zeigt wie gut die Truppe auch im unteren Tempo zocken kann. Der Gesang von Patrick wirkt hier allerdings etwas gezwungen, tut der Nummer aber nicht wirklich weh. Auch in dem balladesken Stück "Turbolece & Decandece", welches an sich eine gute Nummer ist, ist die Stimme ein kleiner Schwachpunkt. Im Album abschließenden "Big Taboo"(mit doomiger Note) wissen die Voclas allerdings zu Punkten, die dunkle Note steht seinem Organ wirklich gut. Highlights der Platte sind Songs wie "Diamond Bullets" und "The Wild Hunt". Klasse Riffing und feine Soli wissen hier Akzente zu setzten. Hier machen die Jungs so viel Freude das man direkt zur Repeat Taste zuckt. Solides Songwriting zieht sich durchs ganze Album. Sicher ist das jetzt nicht die große virtuose Kunst, aber so was braucht man im Heavy Rock und von Gun Barrel auch nicht. Dafür gibt es ja die Proggies ;) . Die Gitarrenarbeit macht hier eine gute Figur und bildet zusammen mit den Drums die Grundlage für ein "rotziges" Heavy Rock Album. Ein kleines Manko ist beim Gesang zu verzeichnen. Die Stimme ist eigentlich sehr gut und auch Genre-passend, allerdings hat man ein ums andere mal das Gefühl, das Patrick zu viel will. Die Produktion geht zwar in Ordnung könnte aber etwas mehr Druck vertragen.

Fazit: Gun Barrel haben mit "Brace For Impact" keinen Überflieger abgeliefert, aber auch nicht daneben gegriffen. Man bietet soliden Heavy Rock der seine Höhepunkte, aber auch kleine Schwächen aufweist. Nicht desto-trotz wird die Fan-Gemeinde nicht enttäuscht sein. Denn die Platte ist immer noch weit über dem Durchschnitt und macht Spaß.

Punkte: 7 / 10


Gun Barrel: Brace for Impact

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Tracklist:

  1. No survival on arrival
  2. Brace for impact
  3. Dancing on torpedos
  4. Books of life
  5. Start a riot
  6. Stand your ground
  7. Diamond bullets
  8. Might and main
  9. The wild hunt
  10. Turbölence & Decadence
  11. Big taboo
  12. My last qorn

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