Homo Hereticus (2012) - ein Review von Mosa93

Sphere: Homo Hereticus - Cover
1
Review
1
Rating
9.00
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Death Metal


16.03.2012 14:44

--> http://www.rottinghill.at/infusions/review_panel/review.php?&reviewid=664

Im Jahre 2012, gut zehn Jahre nach der Gründung der polnischen Death Metal-Maschinerie, präsentiert uns diese ihr zweites Full Length-Werk mit dem Titel "Homo Hereticus".

Nach einem kurzen Intro starten die fünf Herren los und entfachen ein gut 35-minütiges Death Metal-Inferno. Schnelle Doublebass- und Blastbeat-Einlagen werden gekonnt mit ultraschnellen Riff-Attacken gepaart, bis die Polen auf Groove setzen, das Tempo reduzieren und so immer wieder den Abwechslungsreichtumslevel erhöhen. Bei einer Menge Veröffentlichungen funktioniert dieses Schema recht gut für ein paar wenige Songs, aber nur selten auf Albumlänge. Dies ist hier glücklicherweise anders, vor allem, da sich die Highspeed- und Groove-Einlagen in bester Manier abwechseln und sich ohne zusammengewürfelt oder programmiert wirkend ergänzen.

Ein perfektes Beispiel für den Variationsreichtum des Rundlings ist wohl "Holistic Paralisys". Gravity Blast und ein sehr markantes, jedoch schwer zu beschreibendes Riff finden hier ihren Einsatz. Reinhören wird daher von mir wärmstens empfohlen!

Zur Auflockerung des Materials finden auch diverse Samples ihren Weg in die Songs. Diese wurden exklusiv von Andy Blakk ("Conquest Icon", "Empheris") für "Homo Hereticus" aufgenommen und stets passend ausgewählt und platziert.

Zugegeben, der Gesang ist auf Dauer etwas eintönig und monoton und immer in derselben Stimmlage gehalten, klingt aber einfach gut und passt sich makellos in die Musik der Scheibe ein. Da stört auch die eben erwähnte Monotonie kaum.

Nun noch zum Sound der Platte: Was mir an diesem besonders gut gefällt, ist, dass auch der Bass gut hörbar ist. Die Produktion ist richtig fett, druckvoll und wuchtig ausgefallen, rückt alle Instrumente ins richtige Licht, verschluckt dabei aber auch keines. Oftmals ist vor allem der Tiefsaiter einfach kaum bis gar nicht hörbar, was ich ziemlich schade finde, hier aber definitiv nicht zu bemängeln ist.

Zum Fazit: Wer mit Death Metal etwas anfangen kann, sollte sich unbedingt dieses Meisterwerk zu Gemüte führen, denn "Sphere" haben mit "Homo Hereticus" wirklich Großes erschaffen. Top!

Punkte: 9 / 10


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