Forensick (2012) - ein Review von TobiForensick

Forensick: Forensick - Cover
1
Review
3
Ratings
8.17
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Heavy Metal


27.07.2012 09:38

Review von metal.de:

FORENSICK aus Horb am Neckar machen gar keinen Hehl daraus, dass IRON MAIDEN ihr wesentlichster und wichtigster Einfluss sind. Die Band veröffentlicht nun ihr Eigenregie veröffentlichtes, selbstbetiteltes Debüt und macht dabei eine ziemlich beeindruckende Figur. Besonders im Gitarrenbereich lässt die junge Bande nichts anbrennen und atmet den Geist der jungfräulichen Twin Leads von der ersten bis zur letzten Sekunde. Natürlich ist es vermessen, das qualitativ irgendwie gleichzusetzen, aber FORENSICK ist die Leidenschaft und das Herzblut ihrer Musik ganz klar anzuhören. Die Produktion ist besser und ausgereifter als manche Soundfrechheiten diverser etablierter Bands, und auch das Songwriting ist schon erfreulich reif. Ausgerechnet der Opener "The Name Of Blaspehmy" ist ein bisschn arg unspektakulär, ansonsten gibt es hier aber eine ganze Menge Momente, die für die Zukunft sehr viel Hoffnung machen.

Tobias Gesang erinnert stellenweise ein wenig an Rob Halford auf den frühen JUDAS PRIEST-Alben (etwa zu "Stained Class"-Zeiten), die Musik selbst erinnert neben IRON MAIDEN auch an zahlreiche andere Vertreter der NWOBHM. Songtechnische Highlights sind neben dem treibenden "Deadly Visions" vor Allem das melodisch äußerst gelungene "The Sinner", das genauso geile "Black Gold's Rain" und das wahrscheinlich am eindeutigsten in MAIDEN-Gefilden wühlende "Soldiers Of The Dark". FORENSICKS Gespür für die Essenz dieser Musik ist enorm: Die Songs sind spontan und ungeschliffen, aber nicht stümperhaft, und Spielfreude ist wichtiger als ausufernde Arrangements. Trotzdem weiß besonders die Gitarrenarbeit zu überzeugen und ein gewisses Maß an Anspruch ist kein unbekanntes Element für die Band.

Ganz ohne Kritik geht es allerdings nicht: Tobias' Phrasierung und Aussprache mancher englischer Wörter ist noch verbesserungswürdig und ein bisschen zu gleichförmig klingen die Songs auch. Um zu den ganz Großen aufzuschließen, müssen FORENSICK schlicht noch ein wenig variantenreicher werden. In der Band schlummert jedoch enormes Talent, und vor Allem ein Verständnis für gekonnte und mitreißende Melodieführung. Vielleicht steht hier tatsächlich ein neues deutsches Expotgut in den Startlöchern.

Punkte: 8 / 10


Forensick: The Prophecy

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Tracklist:

  1. Hero of the day
  2. Doomsday machine
  3. Dark secret
  4. Time of resistance
  5. When the war begins
  6. Beast within
  7. Lonesome words
  8. New reality
  9. The prophecy

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