Elemental Tales (2012) - ein Review von Metal Steam

Svartby: Elemental Tales - Cover
1
Review
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Rating
8.50
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Folk Metal


Metal Steam Avatar
16.09.2012 22:20

Manche Bands nennen ihre Musikrichtung Trollish Metal, Humppa Metal oder noch
skurriler. Da Bands wie Ensiferum und Turisas mit zu viel Bombast und Symphonic
ihre neuen Alben zukleistern, war es mal wieder soweit, sich nach was neuem um-
zugucken. Da war es ein Glücksfall, den Namen 'Svartby' zuhören, die ihren Sound
Kobold-Metal getauft haben. Ah ja ... ein wenig Pagan / Viking Metal dürfte es
auch noch sein.

Die Band kommt aus Russland und mit 'Elemental Tales' ist bereits das dritte
Album veröffentlicht worden. Bisher habe ich diese Band eher als mittelmässige
Band in Erinnerung und deshalb keine weitere Beachtung geschenkt. Diesmal war
es das Cover und die Bezeichnung 'Kobold-Metal', weshalb dieses Album nun in
meinem Player kreist.

Und das Intro rechtfertigt diesen Begriff. Kobolde ... die gerne Spass und Schaber-
nack betreiben fallen mir dazu ein. Beim ersten Song ist auch dieser Spassfaktor
zuhören. Und dieser schöne Headbangfaktor. Das besondere Merkmal dieser Band
ist das Songwriting und die Keyboard-Elemente, die sehr gut zu einem Gauklerfest
passen. Hinzu ein leicht thrashiger Pagansound mit einem perfekt passendem
Growler ... das kann man wirklich Kobold-Metal nennen. Und immer diese völlig
abgedrehten Keyboardparts ... da krieg ich richtig Spass. Der Song 'Sleepy Devils'
hat etwas mehr Touch zu Viking Metal, da hier im Background sowas wie ein Chor
zuhören ist. Dieser Song ist auf dem Album auch der beste und darf als Hörbeispiel
gelten.

Leider definiert sich Kobold-Metal wohl auch dadurch, das man Songs mit drei
Minuten ansetzt, mal mehr, mal weniger. Damit ist es nicht leicht, die Songs
klarer voneinander zu unterscheiden. Die Songs sind dadurch recht ähnlich, und
melodisches findet man wohl nur im kurzen Instrumental-Song 'Ash and Dust'.
Auch gibt es hier keinen Frauengesang. Auch finde ich nicht, das man frühe
'Finntroll' als Vergleich nennen kann.

Am ehesten würde ich Korpiklaani als Verweis nennen, da hier einfach der Spass-
faktor am nächsten ist. Und das hat dieses Album auch erreicht, einfach mal mit
einem fetten Grinsen dieses Album hören und mitabgehen.

So gesehen gefallen mir der Gitarrensound, die Drums und der Sänger sehr gut.
Und auch die Produktion ist richtig gut geworden, hier hatte ich die meisten
Befürchtungen, denn hier trennt sich die Spreu vom Weizen, wenn eine Band aus
Russland kommt. Alles schön druckvoll und detailreich klar ist diese ausgefallen.

Richtig negativ muss aber die Spielzeit genannt werden. Tut mir leid, aber wenn
man die Keyboardstücke rausnimmt, bleiben nicht mal 30 Minuten. So eine kurze
Spielzeit ist bei Grindcore in Ordnung, aber bei Pagan bzw. Koboald-Metal geht
das echt nicht. Und deshalb gibt es einen ganzen Punkt Abzug.

Dagegen ist das Cover ein echter Hingucker, passt perfekt zum farbenfrohen Band-
sound und setzt sich im Booklet fort. Dieses ist echt gut gemacht und rechtfertigt
einen ganzen Pluspunkt.

Hätte die Band es geschafft, ihren Metal mit etwas mehr Erhabenheit zuversehen
wie beim Song 'Sleepy Devils', wäre wohl ein echtes Highlight aus 'Elemental Tales'
geworden.

Aber auch so wurde ich positiv von 'Svartby' überrascht und vergebe deshalb:

8,5 Punkte

Achja ... die Sache mit den Pilzen ... ich habe auch ohne viel Spass gehabt. ;)

Euer
M.S.

Punkte: 8.5 / 10


Svartby: Elemental Tales

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Tracklist:

  1. Impby
  2. Scum from underwater
  3. Boulder massacration
  4. Sleepy devils
  5. Mushroom rings
  6. Done with the wind
  7. Ash and dust
  8. Flaming balls
  9. Morning wood
  10. Elemental tales
  11. Imp slam
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