Wrathprayers (2011) - ein Review von Azmodes

Voidhanger: Wrathprayers - Cover
1
Review
2
Ratings
8.25
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Thrash Metal, Death Metal, Black Metal


Azmodes Avatar
08.03.2012 10:17

Für alle, denen der Sinn mal wieder nach back-to-the-roots-iger, bösartiger, truer Ware steht, servieren die polnischen VOIDHANGER ein extremmetallisches Potpourri. Googlet man nach ein paar Promoshots der Band, lässt sich ein wissendes Nicken für den Metal-Aficionado nicht vermeiden. Erwartungen machen sich breit.

Das kurze Intro zum Opener/Titeltrack erklärt uns selig "I like these calm little moments before the storm..." bevor besagter Sturm losbricht und VOIDHANGER mit einem deftigen Black/Thrash-Riff das Album richtig einläuten. Ein räudiges Biest, das in bester brustbehaarter DESASTER-Manier seinen Beitrag zur Headbangkultur leistet. Soweit bestätigen sich die Erwartungen also. Die Riffs an sich stimmen und schwanken von rasanter Death/Thrashpolitur über zünftige Midtempo-Breaks zu thrashigem Schwarzstahl zu gelegentlich chaotischerem Death Metal ('Sentenced to Fall'). Insofern liefert der Black/Thrash-Brei mit gehöriger Death Metal-Abschmeckung eine hoch solide Kost ab. D-Zug wird ebenso geboten wie auflockernde fette Riffbreaks, allesamt geschärft durch die aus den extremeren Genres hybridisierten Gesangsleistungen.

Ein schönes Maß an Aggressivität und brutaler Kurzweil regiert hier selbstverständlich, allerdings gibt es Momente, in denen mir die Band etwas zu routiniert zur Sache geht und im gewählten Genreteich einige Schwimmbewegungen nur vollzieht, damit sie gerade eben noch über Wasser bleibt. Leichte Abnützungserscheinungen gegen Ende hin sind nicht abzustreiten. Trotzdem hält sich das Niveau passabel bis zum überraschend schnell kommenden Ende und für eine Scheibe, die man geschwind für ein paar schnelle Arschtritte in den Player pfeffert, ist "Wrathprayers" mehr als ausreichend.

Langt VOIDHANGER mal kreativer in den Songwriting- und Riffkübel, anstatt "nur" amtlich auf die Tube zu drücken und tighte Black/Death/Thrash-Pakete zu produzieren, wie bei dem ohrwurmigen, sich hochschraubenden Monstrum 'Dead Whore's Corpse' oder dem wilden Facelifter 'The Vampire of Beuthen', dann geht die Kombi aus Brutalität und Musik an sich auch sehr gut auf.

Keine größeren Meilensteine hier, aber eine in ihrem Stilgebiet insgesamt gute Scheibe, an der jeder extremere Metalhead Spaß haben wird. Live dürfte die Stimmung ziemlich sicher mörderisch gut sein.

http://powermetal.de/review/review-Voidhanger/Wrathprayers,19931.html

Punkte: 7.5 / 10


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