A Vision Of The Final Earth (2012) - ein Review von gelal

Nexus Inferis: Vision Of The Final Earth, A - Cover
1
Review
4
Ratings
9.38
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Death Metal, Black Metal


gelal Avatar
19.03.2012 12:34

Die Briten Nexus Inferis haben den anerkannten Rock The Nation Award 2011 gewonnen und dort hunderte Konkurrenten hinter sich gelassen. Das ihnen dadurch viel Aufmerksamkeit zuteilwurde, ist verständlich. Nun kommt über NoiseArt Records ihr erstes Scheibchen unter die Leute. „A Vision Of The Final Earth“ nennt sich dieser Leckerbissen extremen Metals. Zu hören gibt es, laut Band, Future Extreme Metal. Ich persönlich würde es als Cyber Technical Death bezeichnen. Wie dem auch sei; Genre hin Genre her, was zählt ist die Musik. Und diese geht ab wie des berühmten „Schmidts Katze“. Eingeleitet von einem spacigem, mit apokalyptischer Atmosphäre versehenen Intro „Perspective“, geht’s mit der Club/Radio Single „Tremor“ sofort ans Eingemachte und man entfesselt ein Inferno voller Kraft und Aggression. Highspeed Drumming und komplexes Riffing bestimmen nicht nur diesen Song, sondern ziehen sich durchs Album wie ein roter Faden. Immer wieder gibt es kleine Intermezzi oder Song-Intros, voller spaciger Samples oder verzerrten spoken Words, was natürlich der Abwechslung zugutekommt. Trotz des extremen Soundgewands kommt aber auch ein gewisser Grad an Melodie nicht zu kurz, die Rhythmus Abteilung macht dabei eine wirklich gute Figur. Das Zwischenspiel „Resonate the spark under his eye to the flames in outer space” hat sogar einen leichten symphonischen Touch, welcher schon fast an Dimmu Borgir erinnert. Der fetteste und für mich komplexeste Song ist das Titelgebende „A Vision Of The Final Earth“. Dieser ist auch der längste Track des Albums und ist sehr variabel gestaltet. Hier wird das Gaspedal ein ums andere Mal etwas gelupft und dem Song eine gewisse Schwere verliehen. Mit „Cerebrum“ gibt’s dann auch noch einen „fast“ klassischen Death Metaller, der richtig fies auf die 12 klopft. Gesanglich geht man auf dem Album Genre typisch mit Vocals zu Werke, welche irgendwo zwischen Death Metal und Core liegen. Wobei die Tendenz eher Richtung Death geht. Ab und an haben sie auch einen Hauch von Black in sich, vor allem wenn Veracity infernalische Schreie abgibt. Oder auch im abschließenden „Through My Conscious On Last Time“, der auch diesen symphonischen Black Metal Touch besitzt.
Musikalisch ist die Band, obwohl erst 2010 aus der Taufe gehoben, auf einem ganz hohen Niveau und setzten sich mit diesem klasse Songwriting die Latte selbst ziemlich hoch. Auch die Produktion und der Mix sind äußerst passend gelungen und setzten die Musik gut in Szene.

Fazit: Ein Debüt was sich gewaschen hat. Ich habe vor kurzem das Album „Structures“ von Humatronic besprochen und gesagt; „wenn so der Sound zum Weltuntergang klingt, dann kann der 21.12.12 kommen, dann geh ich gern“. Nun, dieses Album gehört ebenfalls in diese Kategorie und ist somit Nr.: 2 für meinen „Abgang“ ;).
Nexus Infernus sind ein fetter Anwärter auf Platzt 1 der „Newcomer 2012“ Wertung!

Punkte: 9 / 10


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