Endless Distrust Collateral Damage (2011) - ein Review von walzenstein

Endless Distrust: Collateral Damage - Cover
1
Review
1
Rating
9.00
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Metal Thrash Metal, Death Metal


walzenstein Avatar
05.04.2018 10:07

Im zwanzigsten Jahr der Bandgeschichte von ENDLESS DISTRUST hat sich einiges getan. Zum einen sind Drummer Norbert und Gitarrist Mille ausgestiegen und dafür sind Lars Lorber (MOLOCH, WEYLAND, HELMUT) am Schlagzeug und Gitarrist Christopher Krebes (MOLOCH) eingestiegen. Als einziges Originalmitglied ist also nur noch Toralf Bornhoeft dabei, der auch für das Songwriting zuständig ist und war. Wie gehe ich nun an diese Scheibe ran? Ich hörte mir zuvor noch mal ihr 2003er Album “Colours Of Death” an, um eventuelle Vergleiche zu ziehen oder Entwicklungen nachzuvollziehen. Und das war gar keine schlechte Idee.

ENDLESS DISTRUST anno 2011 klingen frischer. ENDLESS DISTRUST klingen kraftvoller. ENDLESS DISTRUST klingen technischer. Der Wechsel tat der Band gut. Es ist nicht so, dass ich die Vergangenheit mit Norbert und Mille schmälern möchte, denn auch zu ihrer Zeit waren ENDLESS DISTRUST gut, aber durch Lars und Christopher merkt man die spielerische Variabilität in der Musik und Toralf lässt sich von der Jugend seiner neuen Mitstreiter anstecken.

Die sozialkritischen Lyrics, die noch allesamt von Norbert geschrieben wurden, werden hier in zumeist rasenden Death Metal verpackt. Und ENDLESS DISTRUST sind progressiver geworden und schrecken nicht davor zurück, Elemente aus anderen Stilrichtungen mit in ihre Musik einzubauen. So klingt “Joe Black” wie ein Thrash-Hammer mit einer wahnsinnig coolen Melodie im Uptempo. “Abschied” hingegen erinnert an SLAYERs “Raining Blood”, ist aber nur eine Art Interludium, bevor es mit “Eleven” sehr kraftvoll weitergeht und der Rausschmeißer “Day Of Emptiness” knallt dem Hörer ordentlich die Birne vom Kopf.
Die Vocals sind nicht guttural, aber dennoch sehr tief. Richtige Growls, um es mal so zu sagen. Diese werden aber immer wieder durch Screams abgewechselt, die manchmal aber etwas gequält klingen. Das ist aber auch der einzige Minuspunkt, den ich ansprechen kann.

Der Sound ist druckvoll und überhaupt ist “Collateral Damage” vom Shredsound Studio so richtig sauber produziert worden. Das Album ist ein erfreuliches Comeback nach acht Jahren und ich hoffe, dass man auf die nächste Scheibe nicht wieder so lange warten muss.

Punkte: 9 / 10