Hats Off To The Bull (2011) - ein Review von chevellion

Chevelle: Hats Off To The Bull - Cover
1
Review
1
Rating
10.00
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Rock Hardrock


chevellion Avatar
25.02.2014 20:02

Der mittlerweile auch schon über 2 Jahre alte Longplayer des Trios aus Chicago ist in meinen Augen bislang das Meisterwerk der Band. Seit das Debut 1999 erschien, haben die Jungs hier ihr sechstes Album unter die Leute gebracht. Unter dem Strich dürfte es sich hier um das wohl abwechslungsreichste Werk handeln.

Es vereint alle Stärken, die die bisherige Karriere der Band (die sich jedoch weiterhin lediglich auf die USA und in Teilen Kanada beschränkt) ausgemacht haben: Da finden sich mit den beiden Singles "face to the floor" und "hats off to the bull" zwei wunderbare Riffmonster, die den Laden so richtig schön in Fahrt bringen. Beide Songs verzichten auf klassische Refrains oder herausragende Gesangsmelodien - die Tracks leben von ihren heavy Gitarrenriffs, die gleich im Ohr bleiben! Auch "pinata" gehört definitiv zur rauheren Gangart, der Chorus ist jedoch wesentlich prägnanter.
Insgesamt ist der Bandsound sehr heavy, und wenn man so will: fett. Dies ist eines der Markenzeichen der Band um Sänger Pete Loeffler - trotz schneidender Gitarren und satter Basslines fehlt nie die melodiöse Seite der Songs. "the meddler" bietet hier einen schönen Kontrast mit ruhigen Strophen und einem donnernden Chorus, dessen Energie unbezwingbar scheint. "ruse" hat die kleinen tooligen Seitenhiebe, die die ersten drei Alben der Band ausgezeichnet haben, und "same old trip" ist eigentlich eine klassische eingängige chevelle-Single.
In ruhiges Fahrwasser gelangt man mit der Akustiknummer "prima donna" und dem zunächst sehr leisen "envy". Letzteres wächst mit zunehmender Spieldauer und vorwärts marschierenden Drums hin zu einem starken Midtempotrack mit schönem Chorus.
Hammer des Albums ist jedoch in meinen Augen die Aufbauhymne "arise": Sie ist im Endeffekt ein Schwestersong zu "saferwaters" vom "vena sera"-Album und hat definitiv die erhabenste aller Melodien parat. Einer melancholischen und unruhigen Strophenmelodie mit nur eingeschränkter Gitarrenbegleitung folgt ein sich meterweit öffnender Refrain, der einem das Gefühl gibt, eine Tür aufgestoßen zu haben!
Insgesamt für mich das beste Album bisher - alles, was die Band ausmacht, ist hier vertreten. Und es gibt keinen Ausfall auf der CD.

Top-Tracks:

- arise
- the meddler
- ruse
- prima donna
- envy
- hats off to the bull

Punkte: 10 / 10


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