The Demon Dance (2010) - ein Review von Sharyn

Sideburn: Demon Dance, The - Cover
1
Review
1
Rating
4.50
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Stoner Rock/Metal


Sharyn Avatar
08.11.2011 13:03

Um alle Missverständnisse von Anfang an auszuheben, gibt das Intro "Doomherren" auf dem dritten Sideburn Album "The Demn Dance" gleich zu verstehen, wer hier am Werke ist.

Geradeaus daher rockend und mit bewusster Retronote beim Opener "Wings Of Sorrow" zeigen die vier Doomherren Morgan Zocek (Lead Gitarre), Jani Kataja (Vocals), Martin Karlsson (Bass) und Fredrik Broqvist (Drums, Percussion), was sie können. So klingt Musik von bärtigen Männern für bärtige Männer, aber auch (bar-)busige Frauen.
Im Refrain vom "Song For Hope" rücken die Gitarren zu Gunsten der Percussions in den Hintergrund und der Gesang wird simultan hervorgehoben, während sich der Track bis zum Ende ein wenig zu sehr in die Länge zieht.
Wer es schleppend mag, kommt bei "Fallen Sun" auf seine Kosten. Neben den auf gefühlten Z gestimmten Gitarren und der erhabenen Stimme von Sänger Jani Kataja gibt es hier noch zusätzlich einen Klangteppich, der aus einer ganzen Armee von Stimmen (kein Wunder, denn bei Sideburn singt sogar der Schlagzeuger im Hintergrund mit) zu bestehen scheint. Und sogar das Solo zum Abschluss ist richtiggehend langsam. Eine echte Mitsing-Nummer ist "Shining", die mit dem gradezu hypnotischen Refrain zum Kopfnicken wahrlich zwingt!
Der anschließende Titeltrack "The Demon Dance" wirkt eher dämonisch, als tanzbar.
Die Gitarren zerren und fiepen, als wenn es kein Morgen gäb und der Bass dröhnt nicht minder bedrohlich daher. Einzig die gelegentlichen Orgel Einwürfe nehmen dem Stück ein wenig von seiner Schwere, die aber sicherlich ganz bewusst ist. Sehr viel schneller, als es bei dieser Mid-Tempo Nummer der Fall ist, wird der geneigte Stoner Rocker ohnehin kaum tanzen können!
Der Versuch einer Ballade, der mit "Rainy Days" getätigt wird, klingt doch eher gewöhnungsbedürftig. Ganz so, als ob es jede Sekunde endlich so richtig loskrachen würde und dann bleibt es dabei.
Anspieltipp ist der finale und zugleich längste Track "Shapes", auf dem Sideburn zeigen, dass sie auch in der Lage sind facettenreichen Bombast Rock zu komponieren.
Von diesem Können hätten sie schon viel eher Gebrauch machen sollen, dann für den Gesamteindruck des Albums kommt der Aha-Effekt leider zu spät.

Fazit: Sideburn legen mit ihrem dritten Opus "The Demon Dance" ein zwar solides, aber leider eher plattes Werk vor. Einige zusätzlich Höhen und Tiefen hätten den 10 Songs sicherlich nicht geschadet. Besonders der klare Gesang mag sich nicht so recht in das klangliche Gesamtbild einfügen, welches zudem auch eher nebensächlich wirkt.

Punkte: 4.5 / 10


Sideburn: The Demon Dance

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Tracklist:

  1. Doomherren (intro)<br>
  2. Wings of sorrow<br>
  3. Song for hope<br>
  4. Fallen sun<br>
  5. Dyin' Day<br>
  6. Shining<br>
  7. The demon dance<br>
  8. Rainy days<br>
  9. Hold me in your light<br>
  10. Shapes<br>
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