Five Scars (2011) - ein Review von Metal Steam

Night In Gales: Five Scars - Cover
1
Review
3
Ratings
8.67
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Melodic Death Metal
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Metal Steam Avatar
18.02.2012 13:42

Wir schreiben das Jahr 1997, als eine deutsche Band mit dem Album 'Towards the Twilight' im Melodic Death-Metal Genre für Furore sorgt. NIGHT IN GALES war damals eine der ersten deutschen Bands, die den schwedischen Sound in Perfektion auf deutschen Boden spielten. Dieses Album gilt heute noch als Klassiker und ist dementsprechend gesucht. Meiner Meinung erreichte die Band mit den nächsten drei Alben (bis 2001) nicht ansatzweise diesen Hammer-Sound vom Erstwerk. Danach war erstmal Schluss und man versank (zu recht) in der Versenkung.

2005 hörte ich dann zufällig die EP 'Ten Years Of Tragedy', da dachte ich allerdings auch, was hat der neue Bandsound noch mit den alten NIGHT IN GALES zutun. Fand ich damals nicht so toll. Gerüchte eines neues Albums gab es auch schon lange, dran geglaubt hab ich irgendwann dann nicht mehr. Geschweige es kommt etwas gescheites bei raus.

Es dauert dann noch bis 2011, als völlig unerwartet das neue NIGHT IN GALES Album raus kommt. Dieses nennt sich 'Five Scars' und als ich das Cover sahe, dachte ich sofort an Ihr Meisterwerk. Ein solches Cover kann nur meisterliche Metalkunst beinhalten. Und das kurze Intro lässt mich aufhorchen. Jawohl, Zeit für Spielereien sind auch ein Indiz für Spielfreude. Und was dann mit 'This Neon Grave' aus den Boxen gehauen wird (dieses kurze Gitarren-Soli am Anfang) zeigt sofort, NIGHT IN GALES sind back, als hätte es die 14 Jahre zum Debüt nie gegeben!

Alle Trademarks sind wieder dabei. Herausragendes Songwriting, gepaart mit grandiosen Gitarrensound, Gitarrensolis, vielseitige Vocals (egal ob Growls, Shouts oder Clean) alles wird in Perfektion in den einzelnen Songs eingesetzt. Auch die Drums sind eine Erwähnung wert. Die Songs liegen meist etwas über Mid-Tempo, was perfekt zu den Duett-Vocals oder den eingesprenkelten Streichinstrumenten passt. Man höre sich dafür den Song 'The Tides Of November' an. Im nächsten Song gleich eine brettharte Soundwand, die einem nur sprachlos macht. So vielseitig waren NIGHT IN GALES auch auf dem Erstwerk nicht. Erstaunlich auch, das man zu keinem Zeitpunkt auf dem Album diesem neumodischen N.W.o.A.H. Metal begegnet. Die müssen wirklich tief in der Versenkung gewesen sein. Einfach grandios, weil es nicht zu erwarten war.

Der Song 'Bloodsong' muss noch kurz erwähnt werden, da er an alte HYPOCRITE erinnert und meiner Meinung das Highlight auf dem Album ist. Einfach unglaublich, was hier ein Soli nach dem anderen gebracht wird. Auch die Raserei find ich einfach hammer. Zum Schluss mit 'Blackmouth Blues' ein Song in typischer 'The Jester Race'-Manier. Mal ehrlich, wer braucht da die vergreisten IN FLAMES?

Erster Durchlauf und das Fazit steht auf Fels: NIGHT IN GALES beweist auch nach einer kleinen Ewigkeit, das man deutschen Melodic Death-Metal (N.W.o.S.D. Metal) in Perfektion spielen kann. Die knapp 45 Minuten Spielzeit sind eine Neuauflage alter Zeiten. Für mich ist auch dieses Album schon jetzt ein Klassiker in späterer Zeit. Das fängt beim schön farblosen Cover mit dem Bandlogo an. Dafür gibt es mal ein Lob meinerseits. Die Produktion ist auch über jeden Zweifel erhaben. Hier wurde gute Arbeit gemacht.

Wenn ich Anspieltipps nennen sollte: 'Bloodsong' & 'Blackmouth Blues'. Dann 'The Tides Of November' & 'Five Scars' & 'Whiteout' und alle anderen. Und danke, das man es auch als JewelCase veröffentlicht hat. Für eine deutsche Band alles perfekt gemacht: 10 Punkte!!! Euer M.S.

Punkte: 10 / 10


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Tracklist:

  1. Epitaph
  2. This Neon grave
  3. Days of the mute
  4. Five scars
  5. Void venture
  6. The tides of november
  7. Life denied
  8. Endtrip
  9. Whiteout
  10. A mouthful of death
  11. Bloodsong
  12. Blackmouth blues
  13. The wake

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