Signs Of Decay (2011) - ein Review von woifal

Livarkahil: Signs Of Decay - Cover
1
Review
1
Rating
9.00
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Death Metal


12.05.2012 13:11

Frankreich, 2007: Eine junge Musikgruppe – genannt "Livarkahil" – beschließt, sich dem Death Metal zu widmen und ein Demo in Eigenregie zu veröffentlichen. Zwei Jahre darauf folgt der erste Long-Player und zwei weitere Jahre darauf das zweite Full Length-Album. "Signs Of Decay" heißt eben dieses und wird im Internet bereits hoch gelobt. Grund genug, hier mal genauer hinzuhören und sich vielleicht ebenso davon begeistern zu lassen!

Was sich sehr schnell zeigt: "Livarkahil" bieten kompromisslosen Death Metal, der sich ohne Rücksicht auf das Umfeld aus den Boxen presst. Nach einem anderthalb-minütigen Intro wird mit "When Hell Is Near" losgedrescht, wobei hier definitiv der Name Programm ist. Eine Parallele zu Gruppen wie "Behemoth" macht sich rasch erkennbar, und nicht umsonst heißt es von Seiten der Franzosen, dass "Signs Of Decay" bei Freunden von Bands wie eben "Behemoth", "Devildriver" und "Aborted" mit Sicherheit Anklang finden wird. Das kann ich durchaus bestätigen, aber es sei auch gesagt, dass keine bloße Kopie vorliegt. Das Songwriting wirkt ausgereift und gut strukturiert. Es ist Genre-typisch hektisch, chaotisch und geordnet zugleich, und reißt verdammt schnell mit.
Wir finden schnelle Gitarren, einen fetten Bass, schön abwechslungsreiche Vocals und eine wahrliche Schlagzeug-Maschinerie, was in Summe beim Hören einiges an Vergnügen bereitet und von Beginn weg überzeugt. Verpackt ist das ganze in ein exzellentes Klanggewand, das sich knackig, hart, drückend und schwer präsentiert. Jedoch kommt der gut ausgefallene Sound nicht von irgendwo, denn das gute Stück wurde gemixt und gemastert in den Hertz Studios, wo unter anderem bereits Scheiben von Bands wie "Vader" und "Behemoth" poliert wurden. Von dieser, wie auch von der kompositorischen Seite, gibt es für mich eigentlich nichts zu bemängeln. Die Burschen rund um "Livarkahil" haben bei den Aufnahmen wirklich gute Arbeit geleistet. Alles sitzt, nichts ist "verrutscht" oder klingt unsauber, und zusammen mit dem beeindruckenden Sound kann man eigentlich nichts anderes als zufrieden sein. Zum Antesten kann ich "In Light We Die" empfehlen, wobei auch die restlichen Tracks nicht zu verachten sind, da es eigentlich keinen schwachen Song auf diesem Album gibt.

Natürlich, wiedereinmal gibt es nichts Neues zu hören, was in diesem Fall aber nun wirklich nicht negativ anzurechnen ist. Die französische Truppe hat hier ein durch und durch solides Werk abgeliefert, das mitreißt und für Abwechslung sowie mächtig Wumms sorgt. Ich kann Fans der bereits genannten Gruppen nur raten, sich die Zeit zu nehmen und den Burschen von "Livarkahil" zu lauschen. Ich bin mir fast sicher, dass niemand enttäuscht sein wird – schließlich werden hier keine halben Sachen gemacht!

Wolfgang / RottingHill.at

Punkte: 9 / 10


Livarkahil: Signs of Decay

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Tracklist:

  1. In Nomine Patris...
  2. When Hell Is Near
  3. Quiet Heresy
  4. The End Of Everything
  5. Art Of Bleeding
  6. ...We Hail The Victory
  7. Art Of Bleeding
  8. The Flesh Of All Damned
  9. In Light We Die
  10. Heaven Shall Fall
  11. Signs Of Decay
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