Evinta (2011) - ein Review von nicknackeldick

My Dying Bride: Evinta - Cover
1
Review
8
Ratings
7.81
∅-Bewertung
Aka: Excerpts From Evinta
Typ: Album
Genre(s): Metal Gothic Metal, Symphonic Metal


30.06.2011 13:07

Im Geschäft nach CDs gucken, die Envita finden und ungehört nach Hause mitnehmen - für mich der Glücksgriff des Jahres, aber nicht unbedingt empfehlenswert, denn das, was die sterbende Braut uns hier bietet, hat nichts, aber auch wirklich rein gar nichts mehr mit dem zu tun, wofür My dying bride bisher stand und sicherlich noch stehen wird.

Anders als in allen Reviews, die ich bisher gelesen habe, möchte ich nämlich feststellen, dass mich diese Musik bis ins tiefste verzückt ob ihrer positiven Gestimmtheit! Nein, ich möchte hier nicht die tiefe Melancholie verneinen, die in diesem Werk zu hören ist, aber so oft, wie auf keinem anderen, mir dieser ausnahmeformation bekannten Tonträger, schimmern Lichtstrahlen in das Dunkel der (beschriebenen) Welt.

Was mir hier vorliegt ist eis Bestof-Album nie gehörter und doch gleichwohl sehr bekannter Stücke, denn anders als normale Best-Offs bietet dieses nicht eine Zusammenstellung der "besten" Lieder der Schaffensphase, sondern es wird einem eine Neukomposition aller erdenklicher Schaffensphasen der Band geliefert, in der die Stücke umgedacht, neu zusammengebaut und komplett neu arrangiert worden sind. Aus Metal wird reiste Klassik. Kein Growlen, keine E-Gitarren, dafür Orchester, Erzählende Stimme von Aaron und eine begeisternde Opernsängerin (Lucie Roche).

Immer wieder muss ich mich dem Zauber dieser verstörend schönen Platte hingeben, nie habe ich etwas schönerem gelauscht, seltenst war ich so gefesselt. Ähnlichkeiten hat es in meinem begrenzten Musikwissen am ehesten mit Virgin Black, dessem ersten Teil der Triologie noch vor dessem Erscheinen bereits die Show gestohlen haben, oder so manchem Klassischem Musikerguss, aber trotzdem habe ich nie zuvor ein solches Werk gehört! Es knüpft weder an Metallica meets Klassik an noch kann "Mein Herz brennt" zum Vergleich gezogen werden, diese klassische und meines Erachtens wunderbare Adaption von Rammsteinstücken, nein - hier liegt etwas mir gänzlich unbekanntes und zugleich unbekannt schönes vor.

Und überdies will mein Herz dabei immer wieder jubilieren und anbeten (sorry, aber ich bin Christ und kann etwas so schönes wie diese Musik nur mit etwas so schönem wie Anbetung beschreiben).

Ein Werk, dass es in einer einfachen Form mit zwei CDs, einer edeleren mit ebenfalls zwei CDs und 20 seitigem Booklet und einer auf dreitausend Stück limitierten Edelversion mit drei CDs im Digibook-Format gibt. Ich habe auch die drei-CD-Version, weil mir nach dem Hören der anderen einfach nur noch das Herz nach mehr verlangte.

Aber jedem sei empfohlen: Reinhören bevor kaufen!!! Doch nicht nur zwanzig Sekunden, sondern möglichst lange, um die Musik wirken zu lassen.

Punkte: 10 / 10


My Dying Bride: Evinta

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Tracklist:

  1. In your dark pavillion
  2. You are not the one who loves me
  3. Of lilies bent with tears
  4. The distance, busy with shadows
  5. Of sorry eyes in march
  1. Vanité triomphante
  2. That dress and summer skin
  3. And then you go
  4. A hand of awful rewards

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