Human Remains (2011) - ein Review von Matze667

Hell: Human Remains - Cover
5
Reviews
50
Ratings
7.96
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Heavy Metal


Matze667 Avatar
17.05.2011 18:00

Die Demo-CD ist sehr geil, doch die Produktion der regulären Scheibe stinkt zum Himmel und zerstört alles. Völlig geschmacklose, eindimensionale Stangenwaren-Scheisse. Hätte gut werden können, aber sowas MUSS mit 0 Punkten bestraft werden.

0 Punkte mag manchem hart und "grundlos" erscheinen. Vielleicht muss ich es genauer erklären. Es hat NICHTS aber auch wirklich GAR NIX mit "Trve" (was auch immer das sein mag, vermutlich ein Begriff für irgendwelche Szenefuzzis ohne Identität) oder "Nostalgie" zu tun wenn man die Produktion des Albums scheisse findet. Mir ist es auch völlig egal wann diese Songs geschrieben wurden. Natürlich sind die Demoaufnahmen mies und könnten wirklich etwas besser sein, aber sie fangen wenigstens das ein, was eben das reguläre Album vermissen lässt: Seele!

Der Idealfall wäre vielleicht genau zwischen den beiden CDs anzusiedeln. Eine (analoge, erdige, ehrliche) Produktion wie sie z.B. Bands wie In Solitude, Portrait und öchzig andere aktuelle Bands auffahren hätte den alten Herren viel besser gestanden und wäre völlig OK gewesen. Passend zur Produktion ist neben dem hässlichen Photoshop-Cover auch das Outfit der Band, welches man auch in dem Videoclip "On Earth" "bewundern" kann. Die Musiker wirken auf mich würdelos, lächerlich, peinlich und klischeehaft, das Video ansich so überproduziert, dass ich mich fremdschämen muss. Metal wird wieder mal lächerlich gemacht. Danke!

Weniger wäre hier sicher mehr gewesen, man hätte diese Reunion auch stilvoller, würdevoller, ehrlicher, erdiger, besser und vor allem ZEITGEMÄßER (Plastiksound ist "durch" und klingt in ein paar Jahren völlig antiquiert, schade für den, ders noch nicht kapiert hat) begehen können. Ich hatte mir schon gedacht dass es so kommt wenn Andy Sneap produziert. Traurig dass dieser Mensch es einfach nicht verstanden hat den Spirit der Band einzufangen und der Band ihre Seele wegproduziert hat.
Es ist also keine Nostalgie- sondern eine Geschmacksfrage. Ich für meinen Teil HASSE Plastikproduktionen und Kitsch. Sie stellen für mich das akustische Äquivalent zu Harlekin-Masken mit rosa Puscheln als Wandbehang dar (Alternative: Relief-Bilder mit Sonnenuntergangsmotiven).

Das Album hätte wirklich lecker werden können, leider steh ich nicht auf Instant-Mikrowellen-Fraß mit Plastikgeschmack.

PS:)) Die Songs ansich sind eigentlich ziemlich geil und würden von mir sicher 8-10 Punkte bekommen. Leider wiegt in diesem Fall die Produktionsfrage mehr als in anderen Fällen. Mir wars beim Anhören so als hätte mir jemand ins Essen gepisst.

Weiterhin guten Appetit!

Matze

Punkte: 0.5 / 10


Hell: Human Remains

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Tracklist:

  1. Overture (Themes from Deathsquad)
  2. On Earth As It Is In Hell
  3. Plague And Fyre
  4. The Oppressors
  5. Blasphemy And The Master
  6. Let Battle Commence
  7. The Devil's Deadly Weapon
  8. The Quest
  9. Macbeth
  10. Save Us From Those Who Would Save Us
  11. No Martyr's Cage
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