Pighead Cadaver Desecrator (2010) - ein Review von walzenstein

Pighead: Cadaver Desecrator - Cover
1
Review
1
Rating
5.50
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Metal Death Metal, Grindcore


walzenstein Avatar
06.04.2018 07:48

Während ich bei den ersten Demos von 2007 und 2009 noch über das Fehlen des realen Drummers gemeckert habe, sind PIGHEAD nun mit einem richtigen Schlagwerker dabei. Also haben sich die Jungs gedacht, dass sie erstmal ein Full-Length-Album aufnehmen. Gesagt, getan. Und beim ersten Hören fällt auf, dass der neue Drummer der Musik nicht nur gut tut, sondern auch ein wirklich guter Mann am Kit ist. Doch was einem noch sofort auffällt, ist die Tatsache, dass PIGHEAD das Gitarrenspiel stark vereinfacht haben. Natürlich, ein paar Schmankerl sind noch dabei, aber im Großen und Ganzen hat man den Death Metal-Elementen den Rücken gekehrt und hat sich gänzlich dem Grind verschrieben. Ob das nun positiv ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich hingegen, bin der Meinung, dass PIGHEAD sich damit etwas zurückentwickelt haben.
Dazu kommen noch die Vocals, die einem permanent um die Ohren gehauen werden. Wenn mal ein paar Inhales eingeworfen werden, dann ist das ja okay, aber wenn zu 70% nur Inhales zu hören sind …, das ist nervig. Und vor allem, wenn fast pausenlos gegrowlt, gequiekt, gegrunzt wird. Man sollte der Musik mehr Chancen geben.
Einen positiven Eindruck machen auf jeden Fall noch die Basslines, die ideenreich gespielt werden und wunderbar druckvoll sind. Auch über die Produktion kann man nicht meckern, die ist recht fett geworden.
Bass und Drums sind wirklich top, die Gitarren zu simpel (zumindest, wenn man was anderes von PIGHEAD gewohnt ist) und der Gesang nervt zuweilen heftig. Schade.

Punkte: 5.5 / 10