Breathe Fire To The Sun (2011) - ein Review von silentforce81

Brymir: Breathe Fire To The Sun - Cover
1
Review
2
Ratings
8.50
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Black Metal


silentforce81 Avatar
06.06.2011 23:44

Bei BRYMIR handelt es sich um eine finnische Band, welche bereits im Jahr 2006 gegründet wurde und auch prompt eine Competition gewinnen konnte. Verschrieben haben sie sich dem Pagan und Folk-Metal, wobei die Bandbreite in ihrem Sound viel mehr bietet als das übliche Programm.

Das wird schon beim Intro des Debüts namens "Breathe Fire To The Sun" deutlich, denn hier zeigt sich bereits, wie symphonisch die Jungs aus Helsinki zu Werke gehen. Wenn ein Intro schon solche Emotionen transportieren kann und es schafft, ohne Worte eine Geschichte zu erzählen, dann steigen bei mir die Erwartungen wirklich enorm. Und im Folgenden wird man auch absolut nicht enttäuscht: Das eröffnende 'Unconquerable' besticht sofort durch eine absolut geile Melodie, abwechslungsreiches Songwriting, Epik und Dramatik ohne Ende. Man hat sofort das Gefühl, sich einen Movie-Soundtrack anzuhören, welcher hervorragend mit den Elementen von Death-, Black- und Pagan Metal kombiniert wurde. Hier und da fallen mir Szenen aus dem Herrn der Ringe ein, aber eine Kopie ist das hier bei Weitem nicht. BRYMIR verstehen es nahezu perfekt, ihre eigene Geschichte in Musik umzusetzen, ohne dabei auch nur einen Augenblick aufgesetzt oder gekünstelt zu wirken.

Die Songs bieten mit ihrer Vielfältigkeit einen erstaunlichen Querschnitt, überraschen hier und da mit Oboen, Flöten, Streichern und ähnlichem, und auch die eingesetzten Chöre erzeugen immer wieder Gänsehaut. Das Tempo variiert von langsamen, melodischen Parts über groovende Banger bis hin zu ballernden Blasts, ohne dabei je den Song als Ganzes aus den Augen zu verlieren. Sänger Viktor Gullichsen erinnert stellenweise an den DIMMU BORGIR-Fronter Shagrath, und auch manche Songschnipsel lassen an die Norweger denken - der Unterschied ist nur, dass es DIMMU BORGIR auf den letzten Alben nicht geschafft haben, ihre ausufernden Orchestrierungen so gekonnt einzusetzen wie BRYMIR - und das bei einem deutlich höheren Budget! Man höre sich nur mal 'Withering Past' an: Hätten DIMMU BORGIR diesen Song geschrieben, wäre er längst auf sämtlichen Compilations vertreten und würde gepusht werden ohne Ende. Gleiches wünsche ich mir für diese jungen Finnen! Der Vergleich zu DIMMU BORGIR kommt allerdings in erster Linie durch die Orchestrierung zustande - von den Melodien her erinnert man sich eher immer wieder gerne an Größen wie ENSIFERUM, EQUILIBRIUM und WINTERSUN.

Auch vom Sound her lässt sich wirklich wenig aussetzten, auch wenn die symphonischen Parts natürlich aus der Konserve kommen. Wenn man aber bedenkt, dass es sich hier um das Debüt einer noch jungen Band handelt, die hier eindeutig Talent, technisches Können, Gefühl für Melodien und Dramatik beweist, kann da zukünftig wirklich noch Großes auf uns zukommen. Wünschen würde ich es BRYMIR jedenfalls, denn diese Scheibe hat es in sich!

Anspieltipps: 'Unconquerable', 'Withering Past', 'Retribution' und der megamelodische Titeltrack 'Breathe Fire To The Sun'.


http://www.bleeding4metal.de/index.php?show=review_de&id=3548

Punkte: 8.5 / 10


Brymir: Breathe Fire To The Sun

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Tracklist:

  1. Intro
  2. Unconquerable
  3. In silence
  4. A free man's path
  5. Burnung within
  6. Withering past
  7. Cyrcle of flame
  8. Ragnarök
  9. Retribution
  10. Breathe fire to the sun
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