In De Mond Van Het Onbekende Wacht Een Oceaan (2007) - ein Review von Sørge

Murw: In De Mond Van Het Onbekende Wacht Een Oceaan - Cover
1
Review
1
Rating
9.50
∅-Bewertung
Typ: Single/EP
Genre(s): Metal Black Metal


06.11.2011 20:52

Auf diesem Album ruht man sich nicht auf 08/15 Standard Black Metal Riffs, bösen Texten und eine schlechten Aufnahmequalität aus. Mitnichten.
Murw aus den Niederlanden präsentieren in %0 min gut produzierten, clever komponierten und sehr progressiven Black Metal der amtosphärischeren Sorte. Es schimmern an vielen Ecken einige Doom und Progrock Einflüsse durch, auch ein Keyboard findet in den durchdachten Arrangements seinen Platz. Wer hier schon die Stirn runzelt und lieber wieder Morbid Anal Fog hören würde, der sollte gleich aufhören das hier zu lesen, denn es wird hier wirklich weder die Axt noch die Keule geschwungen. Für durchgehendes Geblaste sind andere Bands zuständig. Es ist schwer einen Vergleich zu andren Bands zu ziehen, da das Material nicht nur ziemlich eigenständig ist, sondern auch sehr vielseitig. Am ehesten passt wohl der Vergleich zu Ulver, auch wegen dem vermehrten Einsatz einer akustischen Gitarre. Murw gehen sehr melodieverliebt und auch oft etwas komplex an die Sache heran. Für mich jedenfalls ist das Album eine Offenbarung.
Hier wird auf lächerliche Verweigerungspielchen und Anti-Images geschissen und ein extrem freigeistiges, reifes und künstlerisch wertvolles Album geliefert. Die wirklich genialen Gitarrenmelodien und die nicht minder geilen Bassläufe sollten jeden, der auf tiefgehende Musik steht, ansprechen. Es gibt keinen einzigen Ausrutscher auf der Scheibe, aber „In kind Dedication“ ist die Krone dieser Schöpfung. Die relaxte Melodie am Anfang, der in Ulver-artigen Akustik Part übergeht und von Flüstern begleitet wird, nach einer wiederholung des ganzen kündigt sich auf der Akustischen bereits die Melodie an, die auf der Elektrischen Gitarre später ein Inferno der Emotion losfeuern wird, ein vertrackter Part mit Keyboards, und dann explodiert alles. Nein, kein Geblaste und kein Krieg, aber wenn nach sechs minuten das erste Riff aus den Boxen schallt und eine gottgleiche Melodie vor dem Herrn dazu, wird man nurnoch fortgetrieben…
Warum ich dieses einzelne Lied hier so aufwendig seziere? Weil ich es am liebsten mit dem ganzen Album machen würde.Diese Lied ist nur stellvertretend für die genialen, vielseitigen und enorm interessanten Stücke dieses Albums. Ich habe ewig nach dem Grund gesucht diesem Album weniger als neun Punkte zu geben, aber ich habe ihn nicht gefunden. Mehr kann ich auch nicht tun um es euch ans Herz zu legen…
Nun liegt es an euch…
Punkte 9/10

Punkte: 9.5 / 10


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