Void Void (2011) - ein Review von walzenstein

Void: Void - Cover
1
Review
1
Rating
8.50
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Metal Death Metal, Black Metal


walzenstein Avatar
06.04.2018 10:47

Die Briten VOID werden dem ein oder anderen noch von ihrem Debüt “Posthuman” bekannt sein. Das Album, das von keinem Geringeren, als von Khvost (DHG, CODE) eingesungen wurde. Dieser verabschiedete sich nach den Aufnahmen von der Insel und machte Platz für seinen Nachfolger Ben Lowe. Und er war es auch, der dem Album “Void” seine Stimme geliehen hat. Dieser Ben Lowe hat dieses Jahr allerdings das Zeitliche gesegnet und somit kann man “Void” sogar als sein Vermächtnis sehen.

Wer “Posthuman” von VOID liebt, der wird anfangs eventuell enttäuscht sein, denn die Triphop-Elemente sind gänzlich verschwunden. Vielmehr handelt es sich bei diesem Album, beim ersten Hören, um eine gewöhnliche Black Metal-Scheibe. Beim genaueren Hinhören bemerkt man aber erst die Raffinessen, mit den VOID an den Start gehen. Was Matt Jarman hier aus seiner Gitarre herauszaubert , hat schon fast klassischen Charakter. In einer rasenden Geschwindigkeit spielt der Virtuose den Hörer regelrecht schwindelig. Auf Melodie wird genauso viel Wert gelegt, wie auf Kälte. Und da kommen wir zum Industrialpunkt auf dem Album. Die sind wesentlich geringer ausgefallen, als noch auf dem Debüt. Klar, ab und an sind elektronische Elemente eingestreut, aber im Gros ist das Album roh produzierter, aber dennoch geil instrumentierter Black Metal.
Der Gesang erstreckt sich vom boshaften Gekeife bis hin über aggressive Shouts und macht auch vor chantartigen Einsprengseln keinen Halt. Wirklich gute Arbeit vom verstorbenen Ben Lowe, der Khvost in keiner Weise nachsteht.
Von der Geschwindigkeit her, nehmen VOID hier sämtliche Tempi mit, wobei selbst bei mörderischen Blastbeats nie die Intensität verloren geht. Und wenn man den Track “Ego Tranquilizer” hört, fühlt man sich sogar etwas an DHG erinnert.

Ein wirklich gutes Album ist “Void” geworden. Roh, aber trotzdem sauber produziert. 35 Minuten, die der schwarzen Seele ordentlich in den Arsch treten.
Lowes Nachfolger ist übrigens ein Mann namens Levi Jackson, der es bestimmt schwer haben wird, in die Fußstapfen von Khvost und Lowe zu passen, aber ich drücke ihm die Daumen. Und Matt Jarman ist so ein Wahnsinnsmusiker, der wird schon keinen halbgaren Sänger präsentieren. So darf man auf den “Void”-Nachfolger schon gespannt sein.

Punkte: 8.5 / 10


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Tracklist:

  1. Voids One
  2. Manchester
  3. Mind Rain
  4. Nya
  5. Why
  6. Try To Love You
  7. Cutting Tone
  8. World Gate
  9. Voids Two

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