Schizophrenia (1987) - ein Review von gravedancer

Sepultura: Schizophrenia - Cover
1
Review
36
Ratings
8.79
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Thrash Metal, Death Metal


gravedancer Avatar
02.09.2011 23:25

Mit diesem Album rüttelten Sepultura doch gewaltig am internationalen Thrash Metal Tron. Wusste man damals noch nicht, dass Slayer ihn mit ihrem ein Jahr später erschienenen Album "South of Heaven" freiwillig hergaben spürte man lautstark, mit welcher Gewalt ihn sich Sepultura aneignen würden. Musikalisch änderte sich einiges. Der ehemals beinahe lächerliche Rumpelsound der Anfangstage änderte sich langsam in einen vernünftigen Klangteppich. Die Instrumente drücken blötzlich mit aller Gewalt aus den Boxen, der Gesang krächzt nur so ekelhaft daher. Natürlich ist der Sound Sepultura noch nicht ausgereift und verbesserungsfähig. Doch entsinnt man sich auf die beiden Vorgänger zurück, so ist eine gewaltige Steigerung zu vernehmen. Auch die musikalischen Fähigkeiten ließen nun nicht mehr zu wünschen übrig. Mit diesem Werk begann die Sternstunde einer Band, welche nur 5 Jahre später bereits wieder ihr Ende fand. 7 hochkarätige Thrasher (und ein kurzes Akkustikgitarren-Instrumental), die mit einem kurzen aber stimmigen Intro eingeleutet werden, wurden hier für die Ewigkeit festgehalten. Auf dem Re-Release findet man dann sogar noch die Neuaufnahme von "Troops of Doom" von 1990, welches man bereits auf "Morbid Visions" vernehmen konnte. Diese Version zeigt: hätte man sich 85/86 ein paar Jahre länger Zeit gelassen, um im Proberaum zu üben, so hätte man aus den Songs der ersten Scheiben Wahre Diamanten machen können.

Fazit: Hier ist man beileibe nicht mehr so brutal, wie auf den Vorgängern unterwegs. Aber immernoch härter als die meisten anderen Acts dieses Sektors.
9 Punkte für eins der stärksten Veröffentlichungen dieser Band und somit einen Thrash Metal Meilenstein. Wer Thrash Metal / Extrem-Metal der 80er sein bevorzugtes Milieu nennt, kommt um die frühen Sepultura Werke und so auch um dieses nicht herum. Reinhören lohnt!

Punkte: 9 / 10


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