Midnightstorm Midnightstorm (2006) - ein Review von walzenstein

Midnightstorm: Midnightstorm - Cover
1
Review
1
Rating
7.00
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Metal Heavy Metal


walzenstein Avatar
05.04.2018 13:07

In Italien tut sich was in Sachen Metal. Ob’s Grindcore (BESTIAL DEVASTATION), Death Metal (MIND SNARE), Thrash Metal (NECRODEATH), Black Metal (SERAPHEL), Gothic (THE LOVE CRAVE) und und und. Aber auch Heavy Metal ist aus dem Land des Fussballweltmeisters im Kommen. Hier in Form von MIDNIGHTSTORM, die mit ihrer Eigenproduktion etwas ganz Beachtliches auf die Beine gestellt haben.

Keybordlastig ist die Musik von MIDNIGHTSTORM auf jeden Fall, so ist dieses Tasteninstrument auch das erste, was man auf diesem Album zu hören bekommt. Aber keine Angst, es hört sich nicht schwulstig an, sondern fügt sich einwandfrei ein. Was ich an MIDNIGHTSTORM besonders mag, ist die Stimme von Sänger Igor Vetrih, der sämtliche Tempi mit einwandfreiem und ausdrucksstarkem Gesang bereichert. Bei den englischen Lyrics hört man die Herkunft des Sechsers allerdings eindeutig heraus, ist doch ein starker italienischer Akzent zu vernehmen. Klischeebehaftet, wie der Bandname, ist der zweite Track „Warcry“, eine Uptempo-Nummer, die sämtliche Einflüsse des Heavy Metal beinhaltet. Dagegen ein sehr angenehmes Stück, ist „The Serpent And The Rose“. Ein Song, der balladesk beginnt und der Gesang sehr gefühlvoll rüberkommt, bevor sich das Tempo steigert und feine Riffs und Leads aus dem Ärmel geschüttelt werden. Ein Donnern und „Thunderborn“ wird als vierter Track zur Hymne. Die Basslines, (mal wieder) der Gesang, die Leads und die dezent gehaltenen Keybords verschmelzen zu einem Heavy Metal-Kracher, der zum Ende hin, an Geschwindigkeit ordentlich zulegt. Es folgt „The Church“, das, vom Riffing und Gesangsstil, auch von MANOWAR stammen könnte. Allerdings gehen mir hier die Keys mächtig auf den Sack. „Phantom Dome“ ist dann ein echter Schwachpunkt auf dem Album, der zum Refrain hin, sogar unterirdisch wird. Überflüssig. Der längste, und somit letzte Track „Odyssey“ beginnt sehr gefühlvoll mit Pianoklängen, akustischer Gitarre und Trommelwirbel. Igor beginnt seinen Heroen-Gesang und führt das Lied zu einem wirklichen Höhepunkt. Hier passt einfach alles.

MIDNIGHTSTORM (was finde ich diesen Namen affig) sind eine Band, die sehr viel Potential besitzt und ein Album vorgelegt hat, das sicher ausbaufähig, aber dennoch nicht zu verachten ist. Auch bin ich recht zuversichtlich, was einen Plattenvertrag für die Italiener angeht. Da wird sich bestimmt ein Label finden, das die Jungs unterstützen wird.

Punkte: 7 / 10