Tiurida (2011) - ein Review von Metal Steam

Falkenbach: Tiurida - Cover
1
Review
22
Ratings
8.55
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Black Metal, Pagan/Viking Metal, Folk Metal
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Metal Steam Avatar
08.04.2012 21:18

Immer wieder freue ich mich, was neues von FALKENBACH zuhören. Besonders dann, wenn ein neues Album ins Haus steht. Da die JewelCase-Version viel später veröffentlicht wurde, als vormals bekannt gegeben, kommt auch jetzt erst mein Review. Kennen tu ich FALKENBACH schon seit ihrem ersten Album. Damals mit viel Black Metal Attitüde gestartet, konnte Herr Vakyas mich erst mit dem Zweitwerk überzeugen.

Wie er das Genre Viking Metal (und stilistische Untergenres) definiert, ist einfach einzigartig. Die Kombination aus brettharten Vikingerriffs und folkloristischen Akustikelementen innerhalb der Songs ist von keiner Band bisher in diesen epischen Umfang erreicht worden. Und deshalb konnten die letzten Alben von mir nur zehn Punkte bekommen. Aber wie macht sich das nun auf dem Album 'Tiurida' bemerkbar?

In 40 Minuten wird einem wieder mal Falkenbach typischer Viking Metal geboten, wie er perfekter kaum sein kann. Dieser Bombast, diese epische Soundwand (man kann die Wellen unterm Kiel seines Vikingerschiffes praktisch spüren), die leicht harschen und cleanen Vocals von Vakyas und auch die Chöre sind wie immer gewohnt perfekt. Also alles wieder 10 Punkte?

Irgendwie ist auf diesem Album etwas anders, was man schwer umschreiben kann. Ist es die zu hohe Erwartung, das Gefühl alles schonmal ähnlich gehört zuhaben? Ich weiss nicht, ob Herr Vakyas wieder alles selbst eingespielt hat. Irgendwie scheint das Bandfeeling abhanden gekommen zu sein. Die Drums klingen mir zu linear wie auf Schienen. Das spürt man irgendwie. Auf den Vorgänger-Alben war es weniger zu merken. Und vielleicht wird es Zeit, mal eine neue Idee beim nächsten Album zu bringen. Warum nicht mal ein neues Instrument einbauen? Oder weiblicher Gesang? Etwas Auflockerung, dass ist glaub ich, das richtige Wort.

Die Alben davor hatten Songs für die Ewigkeit. Sei es 'When Gjallarhorn Will Sound', 'Vanadis' oder 'Havamal', sie alle blieben mir beim ersten Hören im Gedächtinis. Und das hab ich bei 'Tiurida' nicht. Seltsam eigentlich. Sicherlich ist das alles auf einem Niveau, wo es nur noch um minimale Details geht. Was Herr Vakyas und seine Helfer wieder auf Silberling geschaffen haben, hat sogar BATHORY selten erreicht. Ich zolle Respekt vor soviel musikalischer Perfektion in einem meiner Lieblingsgenres. Aber wir sind hier ja Tonträger-Sammler, also gehören noch andere Faktoren bewertet.

Soundtechnisch ist alles wie gewohnt bei FALKENBACH, bedeutet alles einwandfrei. Klarer Sound, nichts ist zu leise oder zu laut, weder bei den Chören oder den kurzen Akustikparts. Sogar bei den leisen Parts bei 'In Flames' wurde alles richtig gemacht. Das Cover von 'Tiurida' ist wieder sehr gut gelungen, genau sowas wie auf dem Cover meine ich beim hören von FALKENBACH.

Das Album ist wieder recht kurz ausgefallen, wenn man mal das Genre berücksichtigt. 40 Minuten sind echt schnell rum. Wenn ich mal meinen Favorit als Anspieltip nenne soll, dann wird es 'Runes Shall You Know' sein, da dieser wahrscheinlich 'Havamal' am nächsten ist.

Ich muss ehrlich sein, auch wenn es sich hier um eine meiner Favoriten-Band handelt. Die Vorgänger sind einfach um einen minimalen Zacken besser. Man schrammt also knapp an den zehn Punkten vorbei. Demzufolge gibt es 9,5 Punkte!!! Euer M.S.

Punkte: 9.5 / 10


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Tracklist:

  1. Intro [from "TIURIDA (LTD.DIGI)"]
  2. Where his ravens fly
  3. Time between dog and wolf
  4. Tanfana
  5. Runes shall you know
  6. In flames
  7. Sunnavend
  8. Asaland (Bonus Track)
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