Scheiss Auf Hip Oder Hop (2010) - ein Review von Monolith

Blokkmonsta & DJ Korx: Scheiss Auf Hip Oder Hop - Cover
1
Review
2
Ratings
6.50
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Rap/Hip Hop


Monolith Avatar
21.10.2013 13:46

Fakt ist: die Leute von Hirntot Records haben mittlerweile beschlossen eines der beiden Attribute, die ihr Label groß machten - Quantität und Qualität - fallen zu lassen. Leider musste letzteres dran glauben.

DJ Korx aus dem Label "Horrorkore", dient hier zwar lediglich als DJ, sein Schaffen tut diesem Album allerdings besser als erwartet. Das Intro, sowie die Beats zu "Berlin brennt", "Ich dreh durch" und "X61 bis X63" sind nicht nur schwer basslastig, sondern haben sehr psychotische Züge (insbesondere bei "Ich dreh durch") und zeigen Korx als sehr guten DJ, der nicht alleine auf Bass und Rhythmus, sondern sehr viel auf Atmosphäre legt.

Nun zu Blokkmonsta: dieser hat seit Ende 2009 von seinem Gegrowle abgelassen und brüllt sich seitdem durch die Stücke. Ob das jetzt besser oder schlechter ist, diese Entscheidung darf jeder für sich selbst fällen. Sein Händchen für gute Storytellings hat er zumindest nicht verloren, ("Filmriss", "Rauch") und anfangs sorgt sein Gebrülle noch für gutes Entertainment und bringt auch ein wenig Energie mit sich. Thematisch mussten auch wieder die bösen Polizisten dran glauben ("Freund und Helfer"), und ein wenig Mystik gönnen uns Smoky, Basstard und Blokk dann auf "Ääh Ääh" alles Andere ist dann doch eher unnötig. Der Titelsong bringt zumindest mich sowohl technisch als auch inhaltlich zum fremdschämen, Lieder wie "Lasst uns nicht in den Club" klingt nach so vielen ähnlichen Stücken anderer Künstler mittlerweile nur noch ausgelutscht und "Falsches Spiel" oder "Früher Einmal" klingen nach einfachen Lückenfüllern.

"Berlin brennt" glänzt mit einer großen Zahl an Featuregästen, und ist auf jeden Fall das beste Stück des Albums, das jedoch zur Hälfte nur Platzhalter vorzuweisen hat. Ein paar Features mehr oder ein wenig mehr Ideenreichtum hätte dem Album sicherlich gut getan. Für Hirntot Records wäre es doch besser die Zahl der Veröffentlichungen pro Jahr runterzuschrauben, und sich doch mehr Zeit für weniger Veröffentlichungen zu lassen, denn mittlerweile nimmt das alles Qualitäten von Fließbandproduktionen an.

Punkte: 4.5 / 10


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